Köln-Coach Beierlorzer fordert gegen BVB „viel Mut“

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Ein ganz normaler Aufsteiger ist der 1. FC Köln, kommender Gegner des BVB am Freitag Abend, sicherlich nicht. Zu groß ist die Strahlkraft des Clubs, zu stark besetzt auch sein Kader. Dennoch ist es für den letztjährigen Zweitliga-Meister etwas besonderes wieder gegen Top-Clubs wie Borussia Dortmund antreten zu können. Allen voran für den neuen Trainer Achim Beierlorzer, der nach sehr erfolgreicher Zeit bei Jahn Regensburg nun am Rhein wirkt. Gegen den BVB hat sich der Coach viel vorgenommen.

Dass das Aufeinandertreffen mit Dortmund noch einmal eine andere Hausnummer als das Spiel gegen Wolfsburg am 1. Spieltag ist, will Achim Beierlorzer gar nicht verheimlichen: „Es wächst in mir eine Riesenvorfreude, das richtige Mittel gegen Borussia Dortmund zu finden. Das macht mit einem selber auch etwas.“

In Ehrfurcht erstarren will der ehemalige Regensburg-Trainer seine Spieler aber auf keinen Fall sehen – und wählt den letzten BVB-Gegner als warnendes Beispiel: „Augsburg hat das Spiel in manchen Phasen so passiv gestaltet, dass Dortmund sie sich zurechtlegen konnte und immer wieder gefährlich in den Strafraum spielen konnte.“ Somit ist für Beierlorzer klar: „Wir dürfen nicht passiv werden. Wir dürfen dem BVB nicht komplett das Heft des Handelns in der Hand lassen. Das hat mit Laufarbeit zu tun, mit räumlicher Aufteilung und vor allen Dingen mit Mut zu tun. Wir brauchen viel Mut – aber wir sind auch nicht schlecht“, will der Trainer das Licht seines Teams nicht unter den Scheffel stellen.

Beierlorzer fordert für BVB-Spiel: „Jeder einzelne ans Toplevel rankommen“

Eine spezielle BVB-Taktik lässt Beierlorzer nicht einstudieren: „Wir trainieren ja hier nicht für einzelne Spiele und werden jetzt etwas komplett anders machen“, doch die Stärken des Gegners will der Kölner Coach natürlich gezielt aufhalten: „Wir werden versuchen, die richtige Höhe zu finden, auf der wir Dortmund aufnehmen können. Ich bin nicht der Meinung, dass es gut ist, ihnen nur die letzten 30 Meter vor unserem Tor nicht zu geben und bespielt zu werden. Natürlich wird das passieren, dass wir mal ganz tief verteidigen müssen. Aber unsere Prinzipien müssen schon sein, dass wir auch Druck auf Dortmund ausüben. Damit sie eben nicht frei spielen können.“

Ein wichtiges Mittel wird sein, den Quaterback der Dortmunder, Mats Hummels, einzuschränken. „Augsburg hat ihn frei schalten und walten lassen. Dass er ohne Druck den Ball über die Kette chippen kann, müssen wir schon verhindern“, ist Beierlorzer wichtig. Um dies anzugehen werden sich nach der Auftakt-Pleite gegen Wolfsburg Veränderungen in der Kölner Mannschaft wohl nicht vermeiden lassen. Auch wenn Beierlorzer meint, „Konsequenzen sind immer schwierig“. Er weiß aber auch, „wir haben einfach einen breiten Kader. Ich werde mir noch Zeit lassen, die richtigen für dieses Spiel auszuwählen.“Ein heißer Kandidat für einen Platz in der ersten Elf ist Stürmer Jhon Cordoba, der seine Rot-Sperre aus der vergangenen Saison abgesessen hat. Egal, wie die Namen auf dem Spielbogen lauten, Beierlorzer stellt bereits klar: „Wenn wir gegen Dortmund etwas holen wollen, sollte jeder einzelne ans Toplevel rankommen.“

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