Länderspielpause: Zwölf Dortmunder Profis international unterwegs

Nico Schulz
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Ob die Länderspielpause für den BVB nun zur richtigen oder falschen Zeit kommt – darüber scheiden sich die Geister. Wäre es nicht besser, die Schwarz-Gelben könnten die katastrophale Leistung des Spiels bei Union Berlin gleich wieder ausbügeln? Oder tut es den Dortmunder Profis nicht eher gut, in ein anderes Umfeld zu kommen, den Kopf frei zu kriegen und gestärkt zurückzukehren? Diese zwölf BVB-Akteure haben bei ihrer Nationalmannschaft zumindest die Gelegenheit dazu.

Julian Brandt, Nico Schulz und Marco Reus sind während der Länderspielpause für die deutsche Nationalelf im Einsatz. Für das DFB-Team wird es darum gehen, den Umbruch weiter erfolgreich voranzutreiben. Jogi Löws Mannschaft kann mit zwei Siegen gegen die Niederlande, am 6. September in Hamburg, sowie gegen Nordirland, am 9. September in Belfast, einen ganz großen Schritt Richtung EM 2020 machen. An das erste Duell dieser WM-Quali hat vor allem Nico Schulz noch beste Erinnerungen. Nachdem die Niederländer einen 0:2-Rückstand noch ausgleichen konnten, sorgte Schulz mit einer Energieleistung in der 90. Minute und seinem Treffer für den Auftaktsieg gegen den Erzrivalen. Wie Deutschland ist auch noch Nordirland ohne Punktverlust. Somit ist nicht nur die Dauerrivalität gegen die Niederlande, sondern auch das Gipfeltreffen gegen die Nordiren ein heißer Tanz für Brandt, Reus, Schulz und Co.

Anschluss herstellen an die Spitze lautet das Motto für Manuel Akanji und die Schweiz. Aufgrund der Nations League Endrunde stehen die Eidgenossen erst bei zwei Spielen in der EM-Quali (ein Sieg, eine Niederlage). Gegen die Spitzenreiter aus Irland muss ein Sieg her, dann ist der Abstand schon deutlich verkürzt. Gegen den Außenseiter Gibraltar wäre in der zweiten Partie der Länderspielpause alles andere als ein Schweizer Sieg dann eine Fußball-Sensation.

Komfortabel ist die Ausgangslage für Paco Alcacer und die spanische Nationalmannschaft. Vier Spiele, vier Siege – besser als La Selección kann man nicht in EM-Qualifikation starten. Rumänien und die Faröer sollten aller Voraussicht nach nicht die großen Stolpersteine der spanischen Auswahl auf dem Weg zur EM-Endrunde werden.

Balerdi mit Reisestress in der Länderspielpause – Zwei Profis bei U21-Spielen im Einsatz

Ähnlich stark präsentierte sich bislang England mit Jadon Sancho. Zwei Siege in zwei Spielen (auch hier wegen der Nations League Endrunde) – gegen Bulgarien und den Kosovo sind die Zähler sieben bis zwölf schon fest eingeplant. Durchwachsener läuft es nach dem Triumph in der Nations League noch für Raphael Guerreiro und seine portugiesischen Kollegen. Aus den ersten beiden Partien entsprangen nur zwei Unentschieden. Der amtierende Europameister muss nun gegen Serbien und Litauen endlich Fahrt aufnehmen.

Das gilt auch für Thomas Delaneys Dänemark. Noch ungeschlagen mit einem Sieg und zwei Remis, aber eben auch schon Punkte liegen gelassen. Gegen Gibraltar und Georgien bietet sich nun aber eine hervorragende Gelegenheit, Druck auf die Spitze der Gruppe auszuüben.

Außerhalb Europas sind lediglich zwei BVB-Profis in der Länderspielpause aktiv: Achraf Hakimi hat dabei Glück, denn mit seiner marokkanischen Auswahl bleiben ihm die ganz großen Reisestrapazen erspart. Zunächst geht es in einem Heimspiel gegen Burkina Faso, bevor sich Marokko im Nachbarland am Mittelmeer mit Algerien misst. Die meisten Flug-Kilometer sammelt während dieser Länderspielpause sicherlich Leonardo Balerdi. Der argentinische Innenverteidiger wurde nun zum ersten Mal für sein Land berufen – und dass, obwohl er seit seinem Wechsel im Winter noch kein einziges Profi-Spiel für den BVB absolvierte. Gegen Chile oder Mexiko könnte ihm aber nun trotzdem das Debüt für die argentinische Nationalelf winken.

Für die jeweiligen U21-Vertretungen ihrer Länder sind Jacob Bruun Larsen (mit Dänemark gegen die rumänische U21) und Dan-Axel Zagadou (mit Frankreichs U21 gegen Albanien und Tschechien) im Einsatz.

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