Es läuft nicht – 3 Gründe für die BVB-Misere

Julian Brandt
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Die Fans wollten eine Reaktion sehen. Und wurden bitter enttäuscht. Nach dem 0:2 in der Champions League bei Inter Mailand, spielte der BVB nur 0:0 im Revierderby beim FC Schalke 04. Beim Team von Trainer Favre läuft es nicht.

„Dortmund hatte Angst vor uns“, sagte Inter Mailands Coach Antonio Conte (50) nach dem 2:0-Sieg in der UEFA Champions League vergangene Woche. Die erhoffte Reaktion des BVB blieb aus. Beim 0:0 auf Schalke enttäuschte die Mannschaft erneut auf ganzer Linie. Das Team von Trainer Lucien Favre (61) hatte Glück, überhaupt einen Punkt mitzunehmen. Die Schalker hatten gleich zwei Mal Pfostenpech.

Warum läuft es weiterhin nicht in Dortmund? Wir haben drei Gründe, warum Sand ins Getriebe gekommen ist und woran der BVB nun arbeiten muss.

Grund Nummer 1: Es fehlen Stürmer

Schon gegen Inter Mailand schoss Borussia Dortmund äußerst selten aufs Tor. Auch gegen Schalke gab es kaum Torchancen. Es fehlt ein Stürmer, der sich Möglichkeiten erarbeiten und kaltschnäuzig abschließen kann. Dies wäre eigentlich Paco Alcacer (26). Der Spanier war zuletzt allerdings verletzt. Mario Götze (27) ist weiterhin keine Alternative im Sturm. Zudem verletzte er sich an der Hand und musste ausgewechselt werden. Ein Paco Alcacer im Angriff wird nicht reichen, um eine erfolgreiche Saison zu spielen.

Grund Nummer 2: Nationalspieler und Neuzugänge hängen durch

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Die Leistungen von Marco Reus (30) und Julian Brandt (23) gegen Schalke als enttäuschend zu betiteln, wäre eine Untertreibung. Beide Spieler laufen ihrer Form meilenweit hinterher. Besonders rätselhaft sind die Darbietungen von Brandt, der nach seinem Wechsel von Bayer 04 Leverkusen viel Hoffnung weckte. Auch Neuzugang Nico Schulz (26), gegen Schalke 90 Minuten auf der Bank, ist bislang ein Transferflop. Thorgan Hazard (26) konnte ebenso nur selten überzeugen. Einzig Mats Hummels (30) ist nach seiner Rückkehr aus München sofort wieder ein wichtiger Teil der Mannschaft geworden. Ex-Nationalspieler Mario Götze spielt selten und wenn er, wie gegen Schalke, doch auflaufen darf, dann zeigt er nicht viel.

Grund Nummer 3: Vor dem BVB hat keiner mehr Angst

Zu besten Zeiten war der BVB gefürchtet. Jeder Gegner wappnete sich vor den Offensivwirbeln der Schwarzgelben. Diese Zeiten sind nun vorbei. Der harmlose Angriff löst weder Angst noch Schrecken aus. Das Spiel nach vorne kam gegen Mailand und Schalke zeitweise komplett zum erliegen. Einzig Jadon Sancho (19) zeigte Gegenwehr, hatte aber auch kein Fortune.

Was muss nun passieren? Lucien Favre muss seinem Team wieder Selbstvertrauen einimpfen. Spieler wie Marco Reus oder Julian Brandt brauchen nun wieder ein Erfolgserlebnis. Außerdem kehrt mit Paco Alcacer die wichtigste Waffe im Angriff zurück. Die Voraussetzungen sind jedenfalls vorhanden, um wieder anzugreifen.

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