BVB-Gegner Inter Mailand will national wie international angreifen

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Bevor Juventus Turin seine Meister-Serie in der italienischen Liga mit mittlerweile acht Titeln in Folge, war Mailand die Fußball-Hauptstadt Italiens. Vor allem dank dem FC Internazionale. Von 2006 bis 2010 ergatterten die Nerazzurri selbst fünf Meisterschaften in Serie. 2010 gelang sogar das historische Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League Triumph. Alle drei Titel erwartet in dieser Saison niemand vom neuen Trainer Antonio Conte, doch Inter Mailand greift national wie international wieder an. Auch zum Leidwesen des BVB, der die Mailänder heute Abend im Signal Iduna Park empfängt. 

Im Jahr 2010 gewann Inter seine Titel vor allem aufgrund der überragenden Defensive um die Argentinier Walter Samuel, Javier Zanetti und Esteban Cambiasso. Die klare Handschrift des damaligen Coaches Jose Mourinho. Und auch der aktuelle Mister an der Seitenlinie hat seine eindeutige Signatur dem Team eingeimpft. Nur liest sich diese aktuell ganz anders. Frisch, dynamisch, offensiv will Antonio Conte mit Inter Mailand spielen lassen. Egal, ob im heimischen Guiseppe Meazza Stadion oder wie im Rückspiel der Champions League Gruppenphase im Signal Iduna Park. „Es kommt nicht darauf an, ob wir daheim oder auswärts spielen,“ bekräftigt Conte. „Beim BVB werden wir nur verteidigen, wenn sie uns in unserer Hälfte festsetzen sollten. Allgemein gehen wir aber immer auf den Platz, um nach vorne zu spielen.“

Zwar bildet die Defensive der Italiener einen qualitativ hochwertigen, taktisch bestens ausgebildeten und schon länger eingespielten Block. Nur Diego Godin von Atletico Madrid verstärkte die sowieso schon schwer überwindbare Hintermannschaft um Samir Handanovic, seit Jahren einem der besten Schlussmänner der Serie A, Milan Skriniar und Stefan de Vrij in der Abwehr sowie dem Denker und Lenker im defensiven Mittelfeld, Marcelo Brozovic. Neu hingegen ist die Offensivabteilung der Nerazzurri. Romelu Lukaku ersetzte den jahrelangen Top-Scorer Mauro Icardi, der zunächst streikte und dann nach Paris flüchtete. An seiner Seite entwickelt sich nun auch Lautaro Martinez prächtig. Vor einem Jahr stach Inter Mailand unter anderem auch Borussia Dortmund im Werben um den jungen argentinischen Angreifer aus. Im Hinspiel gegen den BVB bewies Martinez, warum er so gefragt ist. Er traf beim 2:0 der Mailänder über Dortmund zum 1:0.

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Conte warnt vor BVB und „elektrisierender Atmosphäre in diesem Stadion“

Trotz des Hinspiel-Erfolgs steht Mailand wie der BVB aktuell bei vier Zählern in der Champions League Vorrunde. Auf die leichte Schulter genommen wird das Spiel gegen Dortmund von Antonio Conte daher auf keinen Fall. „Das wird schon ein wichtiges Spiel, weil beide Mannschaften dieselbe Punktzahl haben und Barcelona meiner Meinung nach schon weiter ist. Dazu kommt, dass die Deutschen ein starkes und eingespieltes Team haben, das seit Jahren Champions League spielt. Und dann erwartet uns noch eine elektrisierende Atmosphäre in diesem Stadion. Wir benötigen, um dagegen ankommen zu können, einen starken Willen und müssen Charakter zeigen. Spiele wie diese sind für unser Wachstum immens wichtig.“

Wieder am wachsen ist nach dem 3:0 gegen den VfL Wolfsburg auch das Dortmunder Selbstbewusstsein. Mittelfeldspieler Julian Brandt fordert von sich und seinen Teamkollegen ein ganz anderes Auftreten, als noch das verzagte Herangehen im Hinspiel in Mailand. „Die Fans sollen sehen, dass wir mutig aufspielen“, ist die Minimalanforderung des 23-Jährigen. Damit die Leichtigkeit nicht nur in der Bundesliga, sondern auch international wieder beim BVB einkehrt.

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