Hummels: BVB-Profis müssen „etwas härter gegen sich selbst werden“

Mats Hummels
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Die erneute deftige Niederlage gegen den FC Bayern München (0:4) wirkt beim BVB weiter nach. Mats Hummels kritisierte die fehlende Körperlichkeit seiner Mannschaftskollegen. Sportdirektor Michael Zorc wollte gar nicht erst anfangen, die Liste von Versäumnissen der Schwarz Gelben an diesem Samstag Abend abzuarbeiten. Den Trainer Lucien Favre nimmt er allerdings ganz entschieden von seiner harschen Kritik aus.

Für Mats Hummels ist die zentrale Lehre aus dem schwachen Auftritt gegen den FC Bayern München in der Allianz Arena schnell gezogen. „Es ist ein Zeichen für uns, dass wir selber keine Top-Truppe sind“, stellte Hummels den Gegensatz zum deutschen Rekordmeister klar. Gerade die fehlende Konstanz sieht er, der beide Vereine bestens kennt, beim BVB-Team einfach noch nicht so gegeben wie bei Bayern München. „Wir können eine sein an unseren guten Tagen. Aber eine absolute Top-Mannschaft ist das auch an den schlechten Tagen. Das schaffen wir eben bisher vor allem auswärts zu selten abzurufen“, zielt Hummels sicherlich auch auf den zweitschlechtesten Auftritt des BVB dieser Saison ab, die 1:3-Niederlage an der Alten Försterei von Union Berlin.

Gegen den FC Bayern kam der BVB eigentlich gar nicht so schlecht in die Partie. In der ersten Viertelstunde kontrollierten sie zumindest den Ball, versuchten sich in offensiven Ansätzen, die zugegebenermaßen aber schnell versandeten. Doch damit ist auch schon die mit Abstand beste Phase des BVB-Spiels beschrieben. „Ab der 15. Minute war es nix mehr, da waren wir die klar unterlegene Mannschaft“, kommentiert auch Hummels gnadenlos. „Bayern war besser in allen Belangen. Wir waren definitiv nicht gut genug, um hier heute zu bestehen“, ordnete er die Niederlage schon direkt nach Abpfiff richtig ein.

Mats Hummels fordert von Teamkollegen mehr Härte – auch gegen sich selbst

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Offensichtlich war, wer den Sieg unbedingt wollte. Und das waren eben eher die Roten als die Schwarz Gelben. In jedem Zweikampf war der Münchner Biss zu spüren. Dortmund konnte da nicht „dagegenhalten, wenn der Gegner körperlich voll da ist“, kritisiert Hummels. Schon während der ersten Halbzeit versuchte er seine Teamkameraden aufzuwecken. Mit der flachen Hand drosch er sich auf die Brust, schob diese nach vorne. Wohl dieselbe Forderung nach Männerfußball, wie sie vor der Partie schon Sportdirektor Michael Zorc formuliert hatte. So schnell ließ sich aber Körpersprache und Auftreten der BVB-Elf währende dem Spiel nicht ändern. Dazu besteht erst Hoffnung, so Hummels, wenn seine Mannschaftskameraden auch „etwas härter gegen sich selbst werden“.

Wie der für den angeschlagenen Marco Reus als Kapitän aufgelaufenen Mats Hummels sparte auch Michael Zorc nicht mit Kritik, sprach von einer „Nicht-Leistung“ des BVB-Teams. „Das darf auf diesem Niveau nicht passieren und ist eine Riesenenttäuschung für uns“, fasst er die Pleite in Worte. „Ich kann Ihnen diese Leistung nicht erklären. Fragen Sie die Spieler. Und den Trainer würde ich auch komplett rausnehmen, um das ganz klar zu sagen. Fragen Sie die Spieler“, sieht Zorc die Verantwortung für die Blamage bei den Profis.

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