Cavani bei Paris unzufrieden – 5 Gründe, warum der BVB ihn holen sollte

Paco Alcacer
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Bei LA Galaxy endet die Ära des Zlatan. Ibrahimovic will seine große Karriere noch an anderer Stelle fortsetzen. Und die LA Galaxy suchen nach namenhaftem Ersatz für den bis zuletzt treffsicheren Schweden. Dabei im Fokus: Edinson Cavani, der bei PSG unzufrieden ist und der im kommenden Sommer ablösefrei wird. Aber wäre Cavani nicht auch einer für den BVB? Immerhin ist die Lücke im BVB-Angriff eklatant, das Stürmer-Casting in vollem Gang. Fünf Gründe, die zeigen: Cavani und Dortmund, das könnte passen.

Grund 1: Cavani ist unzufrieden bei PSG – und im Sommer ablösefrei

An den ersten beiden Spieltagen stand Cavani in der Startformation von Paris Saint-Germain. Und netzte in beiden Partien. Doch seitdem folgten lediglich drei Einwechslungen sowie ein weiterer Startelf-Einsatz samt Auswechslung. Der Anspruch Cavanis ist in der französischen ein anderer. Seinen Status als zentraler Stürmer Nummer eins hat er eingebüßt. Aktuell sorgt vor allem der sechs Jahre jüngere Mauro Icardi als Mittelstürmer für Furore in Paris. Für 70 Millionen Euro kann sich der französische Serienmeister den von Inter Mailand geliehenen Argentinier im Sommer sichern.

Und Cavanis Vertrag endet genau dann. Eine Verlängerung scheint aktuell undenkbar. Will Paris mit dem 32-Jährigen noch etwas Geld einnehmen, ist ein Verkauf im Winter die letzte Möglichkeit. Trotz seines fortgeschrittenen Alters hat der Uruguayer wohl noch einige Jahre im Tank. Und der BVB bräuchte sowieso vor allem einen Stürmer, der sofort zur Hilfe wird.

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Grund 2: Galaxy ist interessiert – aber ist Cavani nicht zu gut für die MLS?

Aktuell kam als erster Interessent LA Galaxy aus der Deckung und wurde in Paris vorstellig, um über einen Transfer des 114-fachen uruguayischen Nationalstürmers zu sprechen. Die MLS entwickelt sich rasant. Die Zeit in der Altstars ihre Taschen vor dem Karriereende noch einmal in den USA ordentlich voll machen konnten, aber wenig sportliche Leistung bringen mussten sind vorbei. Dennoch muss die Frage gestattet sein: Ist Cavani nicht aktuell noch zu gut für die MLS?

Schließlich wird spekuliert, ob er nicht auch Champions League Klubs gut zu Gesicht stehen würde. Neapel versinkt aktuell im Chaos, braucht dringend offensive Durchschlagskraft und war bereits sehr erfolgreich zusammen mit Cavani. Atletico Madrid muss womöglich länger auf Diego Costa verzichten und hat mit Gimenez einen Nationalmannschaftskollegen Cavanis in der Mannschaft. Und der BVB könnte Cavani mit Meisterschaftskampf und Champions League Fußball locken – wahrscheinlich auch noch im neuen Jahr im Achtelfinale.

Grund 3: Endlich ein Goalgetter für den BVB

Dass der BVB interessiert sein dürfte, steht wohl außer Frage. Wie eklatant die Lücke in der Sturmzentrale ist, wurde in dieser Hinrunde häufig offensichtlich. Die Fitness von Paco Alcacer ist wenig belastbar. Spielt der Spanier, trifft er. Spielt er nicht, bleiben lediglich spielerisch starke offensive Mittelfeldspieler, denen das Toreschießen nicht unbedingt in die Wiege gelegt ist. Bezeichnend: Als zweitbester Torschütze nach Alcacer rangiert Abwehrspieler Achraf Hakimi.

Mit Cavani wäre ein Stürmer verfügbar, der auf all seinen Stationen in Europa maßig getroffen hat. Als Jungprofi feierte er seinen Durchbruch bei US Palermo mit 37 Toren in 114 Spielen. Bei der SSC Neapel bombte er sich mit 104 Toren in 138 Partien in die Herzen der Tifosi. Und bei Paris Saint-Germain rangiert er mit 195 Toren als Rekordtorschütze des Vereins vor einem gewissen Zlatan Ibrahimovic. Benötigt der BVB noch weitere Argumente, um an dem Uruguayer zu baggern?

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Grund 4: Favre dürfte umgedacht haben – oder die BVB-Bosse tun es

Die Schwarz-Gelben müssen im Winter offensiv auf dem Transfermarkt reagieren. Im Sommer als selbsternannter Meisterschaftskandidat gestartet, laufen die Borussen dem eigenen Anspruch hinterher. Dass in vorderster Front ein eiskalter Goalgetter, der seine Farben auch in weniger brillanten Auftritten zum Sieg schießt, fehlt, ist mehr als offensichtlich. Trainer Lucien Favre verzichtete im Sommer auf den Kauf eines Mittelstürmers, da dieser nicht in sein System passe. Mittlerweile dürfte er seine Meinung geändert haben. Oder aber die BVB-Bosse ändern ihre Meinung mittelfristig, wer am besten als Trainer in das System Borussia Dortmund passt.

Grund 5: Anschluss an die Spitze halten – und mit Cavani in der Rückrunde angreifen

Denn noch ist nichts verloren in dieser Saison. Auch der FC Bayern erlaubte sich Schwächephasen in dieser Hinrunde, hat den Trainerwechsel bereits vollzogen. Und ob der aktuelle Tabellenführer Borussia Mönchengladbach seine aktuell starke Form über die komplette Saison halten kann, bleibt abzuwarten. Mit dem Hinzufügen eines entscheidenden, qualitativ hochwertigen Puzzleteils in der Winter-Transferperiode wie zum Beispiel Edinson Cavani könnte die BVB-Verantwortlichen nicht nur sportlich neue Akzente setzen, sondern auch einen Stimmungswandel herbeiführen. Von Enttäuschung zu neuer Euphorie.

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