Die Stimmen zur Pleite in Barcelona: „Es war nicht gut genug um Barca zu schlagen“

Lucien Favre
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Borussia Dortmund hat den vorzeitigen Einzug ins CL-Achtelfinale verpasst und bangt nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Barcelona um den Einzug in die K.o.-Phase der Königsklasse. Nach dem Spiel war der Frust bei den BVB-Spielern und Verantwortlichen groß.

Der BVB hat den erhofften Befreiungsschlag beim FC Barcelona verpasst und rutscht immer tiefer in die Krise. Zu allem Überfluss hat Dortmund seine gute Ausgangslage verspielt und kann den Einzug ins CL-Achtelfinale nicht mehr aus eigener Kraft schaffen.

BVB-Abwehrchef Mats Hummels war mit einem fatalen Fehlpass Mitte der ersten Hälfte maßgeblich am 0:2 durch Lionel Messi beteiligt. Nach dem Spiel zeigte sich der 30-jährige Abwehrspieler selbstkritisch: „Wir hatten nach dem 0:1 eine ganz schlechte Phase mit vielen Ballverlusten, gekrönt von meinem Fehlpass vor dem 0:2. Der hat uns ein tiefes Loch gegraben, aus dem wir leider nicht mehr ganz herausgekommen sind. So ein Fehler wie von mir darf nicht passieren.“ Laut Hummels hat der BVB kein schlechtes Spiel gemacht, am Ende war es jedoch zu wenig um im Camp Nou zu bestehen: „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, aber auch kein gutes. Barca war immer gefährlich, Messi wieder Mal überragend. Gekrönt durch meinen Fehlpass, der uns in ein tiefes Loch geworfen hat. Es war nicht gut genug, um Barca zu schlagen.“ Vor allem offensiv war aus Sicht von Hummels zu wenig: „Wir haben uns am Ende nur drei, vier ernsthafte Chancen herausgespielt.“

Favre hadert mit der Defensivleistung: „Wir waren zu offen“

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Auch bei BVB-Cheftrainer Lucien Favre war die Enttäuschung nach der Auswärtspleite groß. Der Schweizer war vor allem mit der Defensivleistung seiner Mannschaft nicht zufrieden: „Wir waren zu offen. Wenn man Barcelona zu viel spielen lässt, dann hat man wenige Chancen.“ Laut dem 62-jährigen verpasste man es vor allem Barca-Superstar Lionel Messi in den Griff zu bekommen: „Wir hatten trotzdem zwei gute Torchancen. Danach haben wir Fehler gemacht. Messi mit dem Ball ist brandgefährlich. Eine Beschleunigung, sowas gibt’s nicht nochmal.“

Auf die Frage warum Jadon Sancho zunächst draußen blieb wollte Favre nicht wirklich eingehen: „Wir haben beschlossen, Sancho auf der Bank zu lassen und das ist damit geklärt.“ Der 19-jährige Engländer wurde zu Beginn der zweiten Hälfte eingewechselt und gehörte, nicht nur wegen seines Treffers, zu den besten Dortmunder in Durchgang zwei.

Die Reaktion von Mats Hummels auf die Sancho-Frage fiel indes deutlicher aus: „Das Thema möchte ich jetzt nicht öffentlich kommentieren. Ich finde, er hat in der zweiten Halbzeit eine sehr gute Reaktion gezeigt. Dafür ein großes Lob an ihn. Das hat er wirklich gut gemacht, mit großem Engagement, Einsatzfreude und einem schönen Tor. So soll es sein.“

Mit Blick auf das Weiterkommen zeigte sich Favre zurückhaltend: „Wir haben es nicht in der eigenen Hand. Das ist schade. Das hätten wir uns gewünscht. Das haben wir nicht hingekriegt. Jetzt müssen wir natürlich gegen Prag gewinnen und hoffen, dass Barca Lionel wieder aufstellt, auch wenn sie schon sicher Erster sind.“

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