DFB-Pokal: Die Bilanz der BVB-Neuzugänge im ersten Pflichtspiel

Thorgan Hazard
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Die Vorbereitung ist vorbei, mit der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den KFC Uerdingen starteten gestern Abend die Pflichtspiele für Borussia Dortmund. Und es gab Premieren im schwarz-gelben Trikot zu feiern, die allerdings etwas unterschiedlich ausfielen und teils an die letzte Saison erinnern ließen.

Das wichtigste zuerst: die nicht ganz flache Hürde KFC Uerdingen ist genommen, der BVB konnte sich gegen den ambitionierten Drittligisten dank zweier Tore von Marco Reus und Paco Alcacer letztlich ungefährdet mit 2:0 durchsetzen. Bei dem Triumph in der 1. Runde des DFB-Pokals kamen drei der vier namenhaften Dortmunder Neuzugänge zum Zug.

Da Sportdirektor Michael Zorc fleißig war und sämtliche Zugänge sehr frühzeitig unter Vertrag nehmen konnte, durfte fehlende Eingewöhnung oder Fitnessrückstand als Ausrede für eine Nichtberücksichtigung nicht herhalten. Lediglich Julian Brandt verpasste vom neuen Star-Quartett leicht verletzt das DFB-Pokal-Spiel gegen KFC Uerdingen. Die anderen drei aus dieser Riege – Mats Hummels, Nico Schulz und Thorgan Hazard – standen allesamt in der Startformation. Wie schlugen sie sich in Schwarz-Gelb?

Mehr Rückkehrer als Neuzugang: Hummels aber noch wackelig

Mats Hummels: Für ihn war die Partie im DFB-Pokal gegen Uerdingen keine Premiere im Trikot der Borussia aus Dortmund, sondern vielmehr eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Von 2009 bis 2016 schnürte der Innenverteidiger die Schuhe für den BVB und gewann in dieser Zeit sogar einmal den DFB-Pokal. Ein zweiter Triumph im Pokal gelang ihm vergangene Saison mit dem FC Bayern München.

Doch dieser reiche Erfahrungsschatz war dem 30-Jährigen am gestrigen Abend gegen Uerdingen nicht immer anzumerken. Offensiv zeigte er sich durchschlagskräftig, kam gerade nach Ecken immer wieder zu starken Kopfbällen, scheiterte aber ein ums andere Mal am bärenstark agierenden Keeper der Krefelder, Lukas Königshofer. Doch defensiv leistete sich Hummels auch immer wieder Ungenauigkeiten und Aussetzer. Besonders deutlich wurde dies in der 38. Minute, als er den Ball gegen Uerdingens Stürmer Osawe vertändelte, dieser aber dann den Kasten von Marvin Hitz knapp verfehlte. Leichtsinnige Defensivaktionen erinnern an die BVB-Hintermannschaft der Vorsaison und die damit verschenkte Meisterschaft. Hummels soll Stabilität und Ruhe in die Dortmunder Abwehr bringen – dafür muss er sich aber selbst noch steigern.

BVB-Neuzugänge auf links mit viel Licht und etwas Schatten

Nico Schulz: Auch Hummels‘ Nebenmann in der Dortmunder Viererkette hatte offensiv einige schöne Ansätze zu bieten. Allerdings kam er gegen tief stehende Uerdinger selten dazu, seine enorme Geschwindigkeit auszuspielen, den Gegner zu überlaufen und von der Grundlinie den Ball nach innen zu bringen. So standen letztlich meist Flanken aus dem Halbfeld zu Buche oder Schulz verlor den Ball im Zweikampf mit mehreren Gegnern. In der Bundesliga sollte er aber zumindest gegen einige Gegner, die offensiver spielen, mehr Räume bekommen.

Thorgan Hazard: Der Belgier profitierte von der Verletzung von Julian Brandt und setzte sich gegen Raphael Guerreiro oder Jacob Bruun Larsen im Kampf um einen Platz in der Startformation gegen Uerdingen durch. Und die Spielzeit wusste er durchaus zu nutzen: immer agil, stark im 1 gegen 1, viele kreative Ideen, um den engen Raum aufzubrechen. So ist der flinke Hazard definitv eine Bereicherung für die sowieso schon starke BVB-Offensive.

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