Witsel wünscht sich „vier Jahre beim BVB, vielleicht sogar länger“

Axel Witsel
Foto: Jose Breton- Pics Action / Shutterstock.com

Jadon Sancho, Marco Reus oder Paco Alcacer sorgen beim BVB für die spielerischen Highlights und für die Tore. Julian Weigl wird gelobt für seine stark ansteigende Form und Leistung. Mats Hummels nimmt die Herausforderung an, die Defensive des BVB zu stabilisieren. Doch einer, über den zumeist wenig gesprochen wird, steht im Zentrum, im Herzen der BVB-Mannschaft: Axel Witsel. Der Belgier hat nach wilden Wechseln nun seine fußballerische Heimat in Dortmund gefunden – auch wenn ihm die Stadt nicht so recht gefällt.

Axel Witsel ist der Ruhepol in der aufregenden Mannschaft des BVB. Auch beim 5:1 gegen den FC Augsburg zum Ligaauftakt hatte der Belgier alle Fäden in der Hand und sein Stammplatz ist seit seiner Ankuft in Dortmund ungefährdet. Wer spielt neben Witsel, ist die Frage im zentralen Mittelfeld. Und diese Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. Der 30-Jährige sieht seine Zukunft in Schwarz-Gelb: „Ich habe für vier Jahre unterschrieben und möchte diese vier Jahre auch beim BVB bleiben, vielleicht sogar länger. Dortmund ist ein Top-Klub, und ich wollte unbedingt zu einem europäischen Top-Klub, weil es mit 29 Jahren vielleicht meine letzte Chance war.“

Endlich eine fußballerische Heimat, in der er bleiben will: „Ich bin viel herumgekommen. Deshalb ist es jetzt gut für mich und meine Familie, hier zu bleiben. Dortmund ist nicht die schönste Stadt der Welt, für uns aber der perfekte Ort, weil es nur zwei Autostunden von Belgien entfernt ist. Von China aus waren es noch elf Stunden mit dem Flugzeug.“

Dabei hatte der BVB im vergangenen Sommer große Konkurrenz im Werben um Witsel. „Ich hatte auch andere Angebote, hätte vielleicht nach Paris oder Manchester gehen können, aber ich wollte nicht abwarten. Ich hatte das Gefühl, dass ich für Dortmund die erste Wahl war. Es ist wichtig, dass man ein gutes Gefühl hat, wenn man zu einem neuen Verein geht.“ Und dieses Gefühl hat Witsel beim BVB.

Warum Witsel erst im Herbst seiner Karriere bei einem großen Klub landete

Bei Axel Witsel hatten Experten immer das Gefühl, er mache nicht genug aus seinem Talent. Benfica Lissabon, Zenit St.Petersburg, Tianjin Tianhai sind nicht die ersten Adressen des Weltfußballs – was viel mit Timing zu tun hatte: „Ich hätte auch zu Real Madrid wechseln können, als Jose Mourinho dort war. Dann hat Real aber Luka Modric verpflichtet, deswegen hat ein Transfer nach Madrid für mich keinen Sinn mehr ergeben. Kurz vor Ende der Transferperiode hat sich dann Zenit gemeldet. Ich hatte gute Gespräche mit den Verantwortlichen und habe zugesagt.“

Noch kurzfristiger platzte ein Wechsel zu Juventus Turin: „Mein Vertrag bei Zenit lief aus und ich wollte zu Juventus wechseln. Ich hatte schon den Medizincheck bestanden und musste eigentlich nur noch den Vertrag unterschreiben. Ich habe den ganzen Tag im Büro gewartet und am Ende sagte mir Zenit, dass ich wieder zurückkommen müsse. Im Nachhinein war das vielleicht ein Wink des Schicksals. Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Als sich dann die Möglichkeit ergeben hat, nach China zu wechseln, habe ich für mich entschieden, diese Chance zu nutzen.“ Somit musste Witsel lange auf ein Engagement in einer Top-Liga Europas warten – hat sein spätes Glück nun aber beim BVB gefunden.

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