Sündenbock Favre? Trainerkollege Funkel sieht Spieler in der Pflicht

Lucien Favre
Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

BVB-Trainer Lucien Favre (61) bekommt Rückendeckung von einem Trainerkollegen. Friedhelm Funkel (65) von Fortuna Düsseldorf hat den Schweizer in einem Interview in Schutz genommen.

„Die Spieler sind in einer viel, viel größeren Verantwortung als der Trainer, denn sie haben in einigen Spielen nicht das abgerufen, was man von ihnen erwartet“, so Friedhelm Funkel von Fortuna Düsseldorf in der Sendung „100 Prozent Bundesliga – Fußball Nitro“. Damit nimmt der Trainer vor allem die Spieler von Borussia Dortmund in die Pflicht.

„Es sind erwachsene Spieler, es sind teilweise Weltklasse-Spieler, und die müssen einfach eine bessere Leistung auf den Platz bringen“, so der Düsseldorfer Trainer weiter. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) hatte Lucien Favre auf der Mitgliederversammlung einerseits den Rücken gestärkt, aber auch Ergebnisse gefordert und damit auch den Druck erhöht.

„Lucien weiß ganz genau, dass er mit seinem Team jetzt performen muss, dass er Ergebnisse erzielen muss“, so Funkel. „Die will er auch erzielen. Ich bin gar nicht so pessimistisch für das Spiel in Barcelona.“ Am Mittwoch (21.00 Uhr) tritt der BVB in der UEFA Champions League beim FC Barcelona an. Funkel glaubt sogar, „dass es gar nicht so eine schwere Aufgabe sein wird“. Denn: „Wenn ich 100 Prozent Leistung liefere, dann kann ich auch in Barcelona erfolgreich sein.“

Steffen Freund: Es braucht einen Matchplan

Embed from Getty Images

Der Düsseldorfer Trainer glaube, „dass die Mannschaft jetzt nach den Pfiffen, die sie erhalten haben auf der Jahreshauptversammlung, wach wird, und dass sie eben auch für ihren Trainer spielt“. Kritischer sieht es RTL Nitro-Experte Steffen Freund (49): „Wenn das Pressing nicht funktioniert und die Mannschaft gegen den Ball Probleme hat und auch in den Halbzeiten wie beispielsweise gegen Mailand keinen Matchplan hat, dann ist der Trainer natürlich auch in der Verpflichtung.“
Das letzte Spiel in der Champions League wurde daheim gegen Inter Mailand nach einer eindrucksvollen Aufholjagd mit 3:2 (nach 0:2-Rückstand zur Pause) gewonnen. Es folgten die ernüchternden Auftritte gegen den FC Bayern München (0:4) und Aufsteiger SC Paderborn (3:3) in der Bundesliga.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*