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Michael Zorc: Es wird keine “Trainingsgruppe 2” geben

Ömer Toprak
Foto: Reto Stauffer / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Nach den zahlreichen Neuzugängen diesen Sommer arbeiten die Verantwortlichen in Dortmund derzeit daran den Kader “auszumisten”. 34 Profis stehen aktuell beim BVB unter Vertrag, zu viel für Trainer Lucien Favre um einen optimalen Trainingsbetrieb zu gewährleisten. Der Schweizer macht kein Geheimnis daraus, dass er gerne den einen oder anderen Spieler abgeben würde. Laut Michael Zorc wird es beim BVB jedoch keine Trainingsgruppe 2 geben für die aussortieren Spieler.

Ralf Rangnick prägte einst den Begriff “Trainingsgruppe 2” im deutschen Fussball, so wurde jene Gruppe an Spielern bei der TSG 1899 Hoffenheim genannt die keine Perspektive mehr im Verein hatten und zum Verkauf standen. Auch der BVB könnte problemlos solch eine “Trainingsgruppe 2” etablieren, die Anzahl an Spielern die man in Dortmund verkaufen möchte ist groß. Dennoch wird es laut Sportdirektor Michael Zorc keine “Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft” beim BVB geben.

Zorc arbeitet mit Hochdruck an Lösungen und setzt auf individuelle Vereinbarungen

Stand heute geht der BVB mit mehr als 30 Akteuren in die neue Saison. Wie viele das sind belegt allein die Tatsache, dass Lucien Favre beim DFB-Pokalspiel in knapp zwei Wochen gegen den KFC Uerdingen nur 15 Profis nominieren darf. Mehr als die Hälfte des Dortmunder Kaders wird damit auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Die Liste an Spielern die unter Favre keine Rolle mehr spielen ist lang: Shinji Kagawa, Andre Schürrle, Sebastian Rode, Julian Weigl oder Ömer Toprak, alle samt stehen zum Verkauf und können den Klub verlassen. Bei Problemfällen wie Andre Schürrle sind Watzke & Co. sogar bereit finanzielle Einbußen hinzunehmen.

Lucien Favre hat bereits öffentlich die Wunschvorstellung geäußert mit 22-23 Feldspielern und 3 Torhütern in die neue Saison zu starten. Manche Profis, wie Andre Schürrle, wurden vom BVB freigestellt und trainieren nicht mal mehr mit der Mannschaft. Auch Shinji Kagawa trainierte lange Zeit individuell, darf seit kurzem aber wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Laut Zorc betrachtet man jeden Spieler als Einzelfall und sucht individuelle Lösungen. Die Rangnick’sche Trainingsgruppe 2 sorgte damals für viele negative Schlagzeilen und die Hoffenheimer standen in der Kritik von Fans, Experten und Spielern. In Dortmund möchte man genau solch ein Szenario verhindern.