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Zorc: Sancho “wird sicherlich keine fünf Jahre mehr hier spielen”

Jason Sancho
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Nach dem 2:2 gegen Bremen, das den Verlust der Punkte sechs und sieben in der noch jungen Saison für den BVB bedeutete, ist Ernüchterung eingekehrt in Dortmund. Die Fallhöhe ist auch hoch. Im Sommer wurden Meisterschaftsansprüche angemeldet. Ein großer Faktor für die damalige Euphorie rund um den Borsigplatz: Jadon Sancho, das englische Megatalent, konnte gehalten werden. Dass dies aber nicht automatisch in den nächsten Transferperioden wieder so sein muss, bestätigte nun Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc gegenüber dem kicker.

Die Einkäufe von Julian Brandt, Thorgan Hazard, Nico Schulz oder Mats Hummels wurden beim BVB – zu Recht – als Coups gefeiert. Der wohl größte Verdienst von Michael Zorc und dem Vorstandsvorsitzendem Hans-Joachim Watzke war aber wohl, dass sie Jadon Sancho beim BVB gehalten haben. Nach seiner vergangenen Fabel-Saison mit 12 Toren und 17 Vorlagen in 34 Bundesliga-Spielen war jeder europäische Top-Klub heiß auf den 19-Jährigen.

Doch der BVB signalisierte frühzeitig, dass es keinerlei Chance geben, den Engländer in der Sommer-Transferperiode vom BVB wegzulocken. Ob dies im kommenden Transferfenster ab Januar 2020 und vor allem in nächsten Sommer wieder gilt? Darüber sei laut Michael Zorc bei den BVB-Verantwortlichen “noch keine Entscheidung gefallen”. Ob der enormen Veranlagung Sanchos, der wohl in jeder Mannschaft Europas auflaufen könnte, merkt Zorc an: “Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass Jadon sicherlich keine fünf Jahre mehr hier spielen wird”. Schließlich steht Sancho auch in der aktuellen, nicht wirklich befriedigend angelaufenen Saison in sechs Bundesliga-Spielen bereits erneut bei drei eigenen Treffern sowie fünf Assists.

Wird Sancho zum Rekordabgang – Havertz als Nachfolger?

Stapeln sich bei solch ausweichenden Angaben über die Zukunft von Jadon Sancho also schon die Angebote internationaler Großklubs auf dem Tisch von Michael Zorc? “Nein, das tun sie nicht”, offenbart der Sportdirektor. Was sicherlich nicht an Sanchos Klasse und fehlendem Interesse liegt, sonderen daran, dass der BVB früh deutlich gemacht habe, dass sich 2019 niemand zu melden braucht. “Aber natürlich sind die absoluten Großklubs nicht blind”, weiß auch Michael Zorc. Vor allem Manchester United soll höchst interessiert an dem 19-jährigen Engländer sein.

Doch Sancho wisse auch genau, “dass er beim BVB diese positive Entwicklung genommen hat. Ich bezweifle, dass das bei englischen Topklubs so möglich gewesen wäre.“ Zorc fasst zusammen: „Wir vertrauen den Spielern sehr früh, haben keine Angst davor, sie spielen zu lassen. Das erkennt er an.” So war es auch schon bei Ousmane Dembele oder Christian Pulisic, den sehr jung beim BVB viel Spielzeit erhielten und in immer noch extrem jungen Jahren den nächsten Schritt wagten. So wurden die beiden mit Ablösesummen von 125 bzw. 64 Mio. Euro die Dortmunder Rekord-Abgänge. Jadon Sancho dürfte diese Summen noch toppen, schließlich verfügt er noch über einen Vertrag bis 2022. Wohl ohne Ausstiegsklausel, wie es beim BVB mittlerweile Usus ist.

Auch einen potenziellen Nachfolger sollen sich die Schwarz Gelben im Falle eines Sancho-Abgangs bereits ausgesucht haben: Kai Havertz. Marco Reus baggert schon an seinem Nationalmannschaftskollegen und auch die Dortmunder Verantwortlichen haben die Bereitschaft angekündigt, sämtliche Einkaufsrekorde für Havertz sprengen zu wollen und eine Ablöse im dreistelligen Bereich zu bieten.