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Zorc und Can fordern mehr Härte und „dreckigeres“ Spiel

Michael Zorc
Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Ist Borussia Dortmund zu fair? Ein Blick in die Statistik bringt interessante Zahlen zu Tage: Der BVB spielt am wenigsten Foul und führt auch die wenigsten Zweikämpfe der Bundesliga. Neuzugang Emre Can (26) fordert nun ein „dreckigeres“ Spiel der Mannschaft.



Von allen 18 Bundesliga-Teams beging der BVB bislang die wenigsten Fouls (184). Selbst ist das Team am seltensten unfair gebremst worden (211). Mit nur 2.072 Zweikämpfen bestritt der BVB ligaweit die wenigsten.

„Wenn man in Führung geht, muss man – auf gut Deutsch gesagt – dreckiger sein: manchmal Foul spielen, besser verteidigen“, so BVB-Neuzugang Emre Can gegenüber dem „kicker“. Denn nur mit der feinen Klinge würde man in der Bundesliga nicht weiterkommen. Der deutsche Nationalspieler hat sich in Dortmund bereits gut eingefunden. Bereits in seinem ersten Einsatz erzielte er bei der 3:4-Niederlage in Leverkusen ein Traumtor.

Favre stellt sich schützend vor formschwachen Witsel

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Doch auch das Formtief des so wichtigen Mittelfeldstrategen Axel Witsel (31) ist unübersehbar. Für Trainer Lucien Favre (62) ist der Belgier jedoch weierhin unverzichtbar. Hinzu kommen nun mit Marco Reus (30, Muskelverletzung) und Julian Brandt (23, Außenbandanriss im Sprunggelenk) neue Verletzungssorgen. Thomas Delaney (28) fällt bereits seit November 2019 aus. Favre dürfte nun nichts anderes übrig bleiben, als auf Neuzugang Can zu setzen, der zuletzt allerdings nur individuell trainierte.

„Axel hatte durch seinen Unfall (er hatte sich bei einem Treppensturz Gesichtsverletzungen zugezogen, Anm. d. Red.) eine spezielle Vorbereitung“, stellt sich Favre schützend vor Witsel. „Er konnte deshalb nicht alles machen. Es ist normal, dass du nicht eine ganze Saison lang auf höchstem Niveau spielen kannst. Aber er wird langsam zurückkommen.“

Borussia Dortmund sollte vor den schwierigen anstehenden Aufgaben dringend die Defensivprobleme in den Griff bekommen. Im Achtelfinale der UEFA Champions League wartet in einer Woche das Star-Ensemble von Paris Saint-Germain mit Neymar (28) oder Kylian Mbappé (21). In der Bundesliga spielt der BVB am Freitag bei den formstarken Frankfurtern. Zorc fordert nun mehr Härte und mehr Zweikämpfe: „Wir müssen ihr körperbetontes Spiel annehmen, denn wir wollen die Partie gewinnen und an unsere gute Heimbilanz anschließen.“

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