Bundesliga

Corona-Krise: Watzke bringt Gehaltsverzicht von Spielern ins Gespräch

Hans-Joachim Watzke
Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Unabhängig davon wie es nach dem Anfang April in der Fussball Bundesliga weitergeht, die zunehmende Corona-Krise wird einen wirtschaftliche Schäden verursache. Die Frage ist nur, wie hoch dieser ausfallen wird. Die Verantwortlichen diskutieren derzeit wie man den Schaden minimieren kann. BVB-Klubchef Hans-Joachim Watzke regte dabei unter anderem auch einen Gehaltsverzicht von Spielern an.

Bis zu 700 Mio. Euro Schaden droht der Fussball Bundesliga, sollte die laufende Saison aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen werden. Aber auch bei einer Fortführung der Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit verliert die Liga pro Spieltag zwischen 60-80 Mio. Euro.

Schon längst wird “im Hintergrund” bereits darüber diskutiert wie man den Schaden minimieren kann. Neben finanzieller Unterstützung aus der Politik, gibt es laut Hans-Joachim Watzke auch Optionen wie die Klubs und Spieler selbst einen aktiven Beitrag dazu leisten können.

Watzke über den Verzicht von Spielergehältern: “Ich bin da nicht so zuversichtlich”

In einer Sondersendung der ARD-Sportschau äußerte sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke am Sonntagabend über die Möglichkeit, dass auch die Bundesliga-Profis durch einen (teilweisen) Verzicht ihrer Gehältern den Klubs in der angespannten Lage entgegen kommen könnten: “Auch diese Frage müssen wir stellen. Das kann nur auf einer freiwilligen Basis erfolgen.”

Die Erfolgschancen für solch ein Vorhaben schätz der erfahrene Fussball Manager jedoch äußerst gering ein: “Das wird sicherlich auch geprüft werden. Ich bin da nicht so zuversichtlich, da bin ich ganz ehrlich.”

Mit Blick auf die weiteren Wochen und Monate zeigte sich der 60-jährige zudem pessimistisch, dass ein regulärer Spielbetrieb in der Bundesliga wieder möglich sein wird: “Wenn wir diese Saison nochmal spielen, werden es Geisterspiele sein. Wir müssen die Frage stellen, können wir unter gesundheitlichen Punkten Geisterspiele machen oder nicht. Es darf keine Denkverbote geben. Klar ist aber auch, normale Fußballspiele werden wir sehr lange nicht mehr sehen.“