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Fokus auf den Talenten? Zorc über die Transferplanungen des BVB

Michael Zorc
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Die Zukunft des Klubs planen ist aufgrund der Coronakrise derzeit so schwer wie nie zuvor. Dennoch hat BVB-Sportdirektor Michael Zorc (57) nun über seine Transferpläne für den Sommer gesprochen. Dabei betont der Ex-Profi, dass die Borussia wirtschaftlich nicht ins Risiko gehen möchte.

Am Samstag rollt endlich wieder der Ball – wenn auch vor einer Geisterkulisse. Borussia Dortmund trifft im prestigeträchtigen Revierderby auf den FC Schalke 04 (15.30 Uhr). Innerhalb weniger Wochen soll die Saison 2019/2020 zu Ende gespielt werden. BVB-Sportdirektor Michael Zorc macht sich bereits Gedanken über den kommenden Transfersommer.

Den “Ruhr Nachrichten” sagte Zorc, er sei trotz der Coronakrise “fast täglich im Büro” gewesen. Es ging darum, “an langfristigen Themen und vorbereitenden Tätigkeiten für Tag X” zu arbeiten. Dieser Tag X ist nun der kommende Samstag, wenn die Bundesliga den Spielbetrieb wiederaufnimmt. “Wir sind aktuell Tabellenzweiter und möchten uns selbstverständlich nicht verschlechtern”, so Zorc.

Welche Auswirkungen die Krise auf Borussia Dortmund haben wird, ist noch nicht absehbar, sagt der Sportdirektor. “Aber man muss keine große Fantasie haben, um vorauszusagen, dass 2020 kein Boom-Jahr auf dem Transfermarkt wird. Entscheidend dürfte auch sein, ob und falls ja wie und wann es in den großen Ligen weitergehen kann. Die Transferperiode wird ohnehin sicher leicht nach hinten rutschen.”

Zorc: Fokus richtet sich auf die Talente

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Für den BVB wird es kommenden Sommer höchstwahrscheinlich keine großen Transfertätigkeiten geben. “Es gibt für uns im Fußball keinen Grund zu Jammern”, so Zorc. “Wir alle sind gefordert, das Beste aus der Situation zu machen. Natürlich ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um transfertechnisch ins wirtschaftliche Risiko zu gehen.”

Das Augenmerk fällt in diesen Tagen eher vermehrt Richtung Nachwuchs, so Zorc. “Wir haben uns in den vergangenen Wochen zum Beispiel auch intensiv mit unseren internen Top-Talenten beschäftigt und nun den Vertrag mit Abwehrspieler Nnamdi Collins verlängert. Das war keine Selbstverständlichkeit, weil der Junge bekanntlich bei mehreren europäischen Spitzenklubs auf der Wunschliste stand.” Der erst 16-jährige Collins spielt in der U17 des BVB und wurde z.B. vom FC Chelsea gejagt. Unterdessen hat der BVB mit Megatalent Giovanni Reyna (17) verlängert, der bereits einige Male bei den Profis zum Einsatz kam und für Aufsehen sorgte.

Auch der Vertrag von Routinier und Vereinslegende Lukasz Piszczek (34) soll bald um ein weiteres Jahr verlängert werden. “Lukasz war vor der Pause sportlich sehr stabil, einer unserer Leistungsträger”, bekräftigt Zorc. “Er ist sehr integer, schon lange eine Führungsfigur. Wir werden in den kommenden Wochen sicher miteinander sprechen.” Der Pole spielt seit 2010 in Dortmund.