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Gesten gegen Rassismus – nicht nur in Dortmund

Jadon Sancho
Foto: LARS BARON/POOL/AFP via Getty Images

Emotionale Szene vor dem Anpfiff im Signal Iduna Park: Alle 22 Spieler knieten um den Mittelkreis, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Doch nicht nur das Spiel Borussia Dortmund gegen Hertha BSC tat sich positiv hervor.

Weltweit solidarisieren sich auch zahlreiche Profisportler mit den Demonstranten in den USA, die auf Straße gehen, um nach dem gewaltsamen Tod des dunkelhäutigen George Floyd nach einem Polizeieinsatz, gegen Rassismus auf die Straße zu gehen.

Vor dem Samstagabend-Spiel Borussia Dortmund gegen Hertha BSC (1:0) knieten die 22 Profis um den Mittelkreis und schwiegen. Auch die Trainer, Betreuer und Ersatzspieler setzten ein ähnliches Zeichen.

Weltweit bekannt wurde die Geste 2016, als der NFL-Spieler Colin Kaepernick gegen die Unterdrückung von Schwarzen durch Polizeigewalt protestierte. Während der Nationalhymne war der 32-Jährige auf die Knie gegangen und drückte seinen stillen Protest aus. Mit der Geste löste er viel Zustimmung, aber auch Kritik aus. Seit 2017 ist er ohne Vertrag. Die NFL wurde aufgrund ihres Verhaltens scharf kritisiert.

Anti-Rassismus – Solidarität bis in die 3. Liga

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Auch in der Drittligapartie zwischen dem SV Waldhof Mannheim und Viktoria Köln gingen die Spieler samt Schiedsrichtern vor dem Anpfiff auf die Knie, um ihren Solidarität auszudrücken. Der FC Bayern München möchte mit seiner Aktion “Rot gegen Rassismus” ein Zeichen für mehr Toleranz, Respekt und Humanität setzen. “Die Botschaft gibt es ja permanent von uns Spielern”, so Manuel Neuer (34). “Wir sind tolerant, wir sind offen, wir sind weltoffen. Wir sehen keinen Zwischenraum, um da Platz zu lassen. Das haben wir, glaube ich, ganz klar dokumentiert.”

Dortmunds Jadon Sancho (20) hatte schon beim Sieg in Paderborn (6:1) eine Botschaft gezeigt, die sich unter seinem Trikot verbarg. Die DFL prüfte den Fall, denn eigentlich sind derartige Botschaften nicht erlaubt. Auch nach öffentlichem Druck ließ die DFL verlauten, dass sie diese und ähnliche Solidaritätsbekundungen nicht bestrafen werde.