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BVB mit Pilotprojekt für Zuschauer im Stadion

Signal Iduna Park
Foto: Heinz Buese/Pool via Getty Images

Bis zum 31. August sind Großveranstaltungen in Deutschland verboten und deutet man alle Zeichen richtig, wird dieses Verbot in den nächsten Tagen weiter verlängert. Keine guten Aussichten für die Bundesliga-Klubs, die damit auch zu Beginn der neuen Saison ohne Zuschauer spielen müssten. Noch aber hat man bei der DFL und den Vereinen die Hoffnung, auf absehbare Zeit wieder Fans in den Arenen begrüßen zu können.

Borussia Dortmund hofft laut einem Bericht der “Sport Bild”, mittelfristig zumindest wieder 20.000 bis 30.000 Zuschauer in den Signal-Iduna-Park lassen zu können. Das Gros der 81.365 Plätze bliebe zwar dann weiter frei, doch ein Anfang wäre gemacht.

Um für den Fall der Fälle bestens vorbereitet zu sein, bereitet die Borussia in Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmen G2K ein Pilotprojekt für das letzte Heimspiel dieser Saison am 27. Juni gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor. Dieses Projekt umfasst drei Module, die zur Sammlung von Daten dienen, die wiederum mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet und in Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Wärmebildkameras und 3D-Sensoren

Geplant ist der Einsatz von Wärmebildkameras, die in Sekundenschnelle und kontaktlos eine erhöhte Körpertemperatur feststellen können. Die auf diese Weise ausgemachten Zuschauern können dann am Betreten des Stadions gehindert werden. Mit 3D-Sensoren soll überdies die genaue Zahl der Besucher gezählt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass die von den Politik und den Gesundheitsbehörden zugelassene Zuschauerzahl nicht überschritten wird. Zudem soll auf der Tribüne mit Auslastungs- und Abstandsmessungen analysiert werden, ob die Vorgaben eingehalten und vor allem, ob die pro Block zugelassene Zuschauerzahl eingehalten wird.

Zunächst sind alle drei Module testweise nur in Teilen des Stadions geplant. Die Abstandsmessungen im Block sind gegen Hoffenheim derweil noch nicht möglich, da keine Ausnahme von der Geisterspielregelung greift. Zunächst werden die Tests damit in erster Linie vor dem Stadion mit der erlaubten Anzahl an Personen im Stadion vorgenommen. Darüber hinaus erfolgen weitere Berechnungen anhand von Statistiken und nachgestellten Situationen.

Über sämtliche Ergebnisse soll zeitnah auch die DFL informiert werden, die diese dann sicherlich in einen neuen Maßnahmenplan aufnehmen wird.