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Rassismus-Eklat um Manuel Akanji – BVB und Stadt reagieren

Manuel Akanji
Foto: FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images

BVB-Abwehrmann Manuel Akanji (25) ist nach dem Spiel gegen den FC Bayern (2:3) auf Instagram rassistisch beleidigt worden. Der Klub und die Stadt Dortmund haben nun eine klare Antwort formuliert.

Nach dem Topspiel gegen den FC Bayern München am vergangenen Samstag wurde Manuel Akanji auf Instagram rassistisch beleidigt. Ein Vorfall, der nicht ohne Reaktionen geblieben ist. “Rassismus ist keine Meinung”, so Borussia Dortmund in einer Mitteilung.

“Dies ist für uns nicht nur ein weiterer Vorfall in diesen Tagen, in denen es national und international Anfeindungen gegen Fußballspieler unterschiedlichster Vereine und Ligen gibt”, so der BVB weiter. “Die tatsächliche Zahl rassistischer Beleidigungen im Sport dürfte sogar noch deutlich höher sein, oftmals finden derlei Vorfälle aber keine Öffentlichkeit.” Vor kurzem wurde auch Supertalent Youssoufa Moukoko schwer beleidigt.

Der BVB möchte weiterhin entschieden gegen Rassismus im Sport vorgehen. Der Klub will Spieler und Fans schützen und dabei “konsequent gegen Rassismus” ins Feld ziehen. Beleidigungen, wie sie nun erneut passiert sind, sollen nicht ohne Folgen bleiben.

Unterstützung von der Stadt Dortmund und der “Nati”

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Auch die Stadt Dortmund hat sich mit Manuel Akanji und dem BVB solidarisiert. Auf Twitter heißt es: “Rassismus hat keinen Platz in Dortmund.” Reagiert hat auch die Schweizer Nationalelf. Unter einem Video, das Akanji selbst auf Instagram postete heißt es: “Wir von der Schweizer Nationalmannschaft treten für Toleranz ein! Hassattacken gegen Ethnien, Religion, Geschlecht, sexuelle Orientierung und jede andere Form von Diskriminierung haben in dieser Welt keinen Platz.”

Borussia Dortmund möchte zudem Opfern von Rassismus Hilfe anbieten: “Betroffene können sich jederzeit an unseren Kooperationspartner, die Beratungsstelle ‚BackUp’ wenden: Homepage: www.backup-nrw.org oder contact@backup-nrw.org oder Mobil unter 0172-1045432.”

Akanji stand bei der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern München 90 Minuten auf dem Platz. In der laufenden Saison wurde der Schweizer in zehn Pflichtspielen eingesetzt. Beim 3:0 gegen den FC Schalke 04 gelang ihm sein zweites Bundesligator. Derzeit weilt der Abwehrmann bei der Schweizer Nationalelf, die am Mittwoch 1:2 in einem Testspiel gegen Belgien verlor. Akanji kam nicht zum Einsatz.