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Gruseliger BVB – 3 Gründe, warum es auch unter Terzic noch nicht läuft

Sancho und Reus
Foto: LEON KUEGELER/POOL/AFP via Getty Images

Mit 1:2 hat Borussia Dortmund beim 1. FC Union Berlin verloren und damit bereits die fünfte Niederlage im dreizehnten Spiel kassiert. Nach dem glücklichen Sieg in Bremen (2:1) setzte es für den neuen Trainer Edin Terzic (38) nun den ersten erheblichen Dämpfer. Die Gründe sind mannigfaltig.

Es war ein historischer Abend, denn Youssoufa Moukoko wurde mit 16 Jahren und 28 Tagen der jüngste Torschütze in der Bundesliga-Historie. Der Youngster traf mit einem satten Spannschuss sehenswert ins linke Eck. Es war in der 60. Spielminute der 1:1-Ausgleich. Der BVB war in der Folge drauf und dran, das Spiel noch zu drehen. Doch letztlich behielten die Eisernen verdient die Oberhand. Dafür gibt es im Besonderen drei Gründe.

Grund 1: Nicht Haaland fehlt an allen Ecken und Enden, sondern Sancho

Jadon Sancho (20) ist in dieser Saison ein Schatten seiner Selbst. Die Formkrise des Engländers scheint nun fast epische Züge anzunehmen. Noch immer gelang ihm in der laufenden Bundesliga-Saison kein einziger Treffer. In der letzten Spielzeit waren es in 32 Einsätzen 17. Damit fehlen dem BVB Wucht, Spritzigkeit und Kreativität im Offensivspiel. Sanchos Aktionen scheinen derzeit zu durchsichtig und einfach zu verteidigen.

Grund 2: Meunier ist kein Hakimi

Thomas Meunier
Foto: imago images

Die Verpflichtung von Thomas Meunier (29), der ablösefrei von Paris Saint-Germain kam, war mit vielen Hoffnungen verknüpft. Doch der Belgier konnte noch nicht ansatzweise beweisen, dass er Achraf Hakimi (22) auf der Rechtsverteidiger-Position vergessen machen kann. Gegen Union fiel er mehrfach durch schwache Hereingaben und fehlerhafte Läufe auf. Meuniers Bilanz nach 15 Pflichtspielen beim BVB: kein Tor, drei Vorlagen.

Grund 3: Die Defensive wird zur Harakiri-Abteilung

Innenverteidiger Manuel Akanji (25) spielt in den letzten Wochen zwischen Himmel und Hölle und hat immer wieder große Böcke drin. Mats Hummels (32) ist im Spielaufbau eine Bank, patzte beim 1:2-Gegentreffer in Berlin aber entscheidend, als er Marvin Friedrich (25) völlig frei einköpfen ließ. Raphael Guerreiro (26) ist offensiv stark, hat aber klare defensive Schwächen. Auf der rechten Verteidigerposition konnten in der laufenden Saison weder Meunier noch Mateu Morey (20) und Felix Passlack (22) nachhaltig überzeugen.

Dem neuen Coach Edin Terzic steht damit viel Arbeit bevor. Er wird vor allem die Defensive stabilisieren müssen. Hoffnung macht Dan-Axel Zagadou (21), der nach langer Verletzung nun wieder ein Kandidat für die Startelf werden könnte. Nach der kurzen Winterpause könnte dann auch Sturmtank Erling Braut Haaland (20) zurückkehren.