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Interesse an Pablo Ortiz? – Kolumbianisches Defensivtalent offenbar unter Beobachtung

Michael Zorc
Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Ob Leonardo Balerdi, der im Sommer nach eineinhalb wenig zufriedenstellenden Jahren zu Olympique Marseille weitergezogen ist, noch einmal ins Trikot von Borussia Dortmund schlüpfen wird, ist fraglich. Der zweifache Nationalspieler Argentiniens spielt zwar auch beim französischen Top-Klub nicht die allererste Geige, bestritt aber immerhin fünf Partien in der Ligue 1 von Anfang an und kann auf drei Einsätze in der Champions League zurückblicken.

Allerdings ist unklar, ob OM von der vereinbarten Kaufoption Gebrauch machen und Balerdi für dem Vernehmen nach 14 Millionen Euro fest verpflichten wird. Für den Fall, dass ein Engagement in Marseille nicht zustande kommen sollte, besäße der 21-Jährige in Dortmund noch einen Vertrag bis 2024.

Die Zukunft Balerdis dürfte dabei für die Dortmunder Personalplanung im Defensivbereich nicht ganz unwesentlich sein. Weil im Sommer auf einen Ersatz für den Argentinier verzichtet wurde, stehen mit Mats Hummels, Dan-Axel Zagadou und Manuel Akanji nur noch drei gelernte Innenverteidiger im Kader. Allrounder Emre Can kann zwar auch künftig als Alternative für die letzte Reihe eingeplant werden, für die der mehrfach in einer Dreierkette eingesetzte Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek aufgrund seines Karriereendes im Sommer in der nächsten Saison aber nicht mehr zur Verfügung steht.

Auch Klubs aus Belgien und Holland interessiert

Wahrscheinlich daher, dass der BVB für die nächste Spielzeit mindestens einen zentralen Abwehrspieler hinzuholen wird. Kehrt Balerdi nicht zurück, wären auch zwei Neue denkbar. Ein Kandidat ist laut Meldungen aus Südamerika offenbar der 20 Jahre alte Kolumbianer Pablo Ortiz von CD América de Cali, den der BVB ebenso beobachten soll wie Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam und der RSC Anderlecht. Ähnlich wie Anfang 2019 Balerdi wäre der 1,90 Meter große Defensivmann aber mutmaßlich keine sofortige Verstärkung, sondern eher ein Perspektivtransfer. Konkret ist in dieser Personalie bisher aber noch nichts.