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Zorc erwartet ruhigen Transfersommer und hofft auf Sancho

Michael Zorc und Jadon Sancho
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Dass der BVB im Sommer auf dem Transfermarkt so richtig zuschlägt, ist wohl eher unrealistisch. Diese Einschätzung gab nun Sportdirektor Michael Zorc (58) ab, der auch über die Folgen der Corona-Pandemie und über Jadon Sancho (21) und Erling Haaland (20) sprach.



“Den allermeisten Klubs fehlt sehr viel Geld”, so Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc gegenüber den “Ruhr Nachrichten”. Deshalb erwarte der Funktionär im Sommer “kein fulminantes Transferfenster”. Im Vergleich zum Vorjahr sei es jetzt noch “sehr, sehr ruhig”, so Zorc. “Es gibt kaum Transfers, die feststehen. Ich erwarte einige wenige Deals. Aber insgesamt wird das sehr überschaubar ablaufen”, erwartet der 58-Jährige.

Allerdings gibt es gleich zwei BVB-Spieler, die in große Deals verwickelt werden könnten: Jadon Sancho und Erling Braut Haaland. Sanchos Vertrag läuft noch bis Sommer 2023. Dennoch ist der Engländer vor allem bei Manchester United hoch im Kurs. “Bei einem gewissen Angebot zu einem gewissen Zeitpunkt würden wir ihn ziehen lassen”, gab Zorc zu. Aber: “Aktuell ist alles ruhig. Wenn sich nichts tut, bleibt er. Von mir aus sehr gerne.”

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge müssten interessierte Klubs wohl mindestens 100 Millionen Euro Ablöse bieten, um Sancho loszueisen. “Über die Parameter würden wir schon erst mit Jadon Sancho sprechen”, stellte Zorc klar.

Ob der BVB selbst auf dem Transfermarkt zuschlägt, ist indes auch noch nicht klar. Aktiv nach einem Offensivmann und Ersatzmann wird noch nicht gefahndet. “Wir müssen diesen Klub ja nicht suchen. Sondern wenn überhaupt, dann der Spieler”, sagte Zorc. Dass er Sancho gerne weiter in Dortmund sehen würde, ist kein Geheimnis: “Für uns wäre es gut, wenn er bliebe. In den Wochen, in denen Jadon gefehlt hat, haben wir gesehen, welchen Wert er für uns hat.”

Fehlbetrag von 30 Millionen bei Verpassen der Champions League

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Dass Stürmerstar Erling Haaland noch ein Jahr beim BVB bleibt, erscheint derzeit realistischer. Die spanische “Marca” berichtet, die Borussia würde Haaland im Sommer 2021 nur bei einer Ablöse von 200 Millionen Euro ziehen lassen.

“Das gesprochene Wort zählt in der Auswertung ja ohnehin längst nicht mehr”, reagierte Michael Zorc. “Ich habe ja gesagt, dass Erling Haaland bleibt. Nur macht das keinen Unterschied. Ich kann das nicht beeinflussen. Mit diesen Spekulationen müssen wir leben, und wir leben ehrlich gesagt gut und sehr entspannt damit. Wir wissen ja, was in den Verträgen steht. Wegen der Mediengerüchten in Transferfenstern habe ich morgens jedenfalls keine schlechte Laune.”

Presseberichten zufolge würde sich die Borussia nach Noni Madueke (19) von der PSV Eindhoven beschäftigen, sollte in der Offensive ein Vakuum entstehen. “Ich habe die Gerüchte gelesen, aber für mich ist es klar, dass er bleibt”, sagte PSV-Trainer Roger Schmidt (54) unmissverständlich.

Wie viel Geld der BVB im Sommer in die Hand nehmen könnte, hängt sicherlich auch davon ab, ob es mit der Qualifikation für die UEFA Champions League klappt oder nicht. “Angesichts der Bedeutung der nächsten Spiele und Wochen möchte ich jetzt keine Personaldiskussion führen. Das hilft uns nicht. Die Analyse erfolgt nach der Saison”, so Zorc. Der BVB-Sportdirektor sprach von einem Betrag von über 30 Millionen Euro, der fehlen würde, wenn die “Königsklasse” verpasst werden würde.