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Gerüchte um Merih Demiral – Holt der BVB noch einen namhaften Innenverteidiger?

Merih Demiral
Foto: Lars Baron/Getty Images

Knapp zwei Wochen vor dem Pflichtspielauftakt mit der Erstrundenpartie im DFB-Pokal beim SV Wehen Wiesbaden plagen Borussia Dortmund in der Innenverteidigung nach wie vor enorme Personalsorgen. Während Manuel Akanji nach dem Schweizer Viertelfinal-Einzug bei der EM 2021 noch im Urlaub weilt und erst in einigen Tagen das Training aufnehmen wird, sind vier andere zentrale Abwehrspieler nicht einsatzfähig.



Neuzugang Soumaila Coulibaly (Paris St. Germain U19), der freilich ohnehin als Perspektivspieler verpflichtet wurde, steht nach einem im Frühjahr erlittenen Kreuzbandriss noch längere Zeit nicht zur Verfügung. Auch Dan-Axel Zagadou ist zum Saisonstart nach langwierigen Knieproblemen noch kein Thema und arbeitet derzeit noch in der Reha.

Bleiben noch Mats Hummels, dem allerdings seit geraumer Zeit die Patellasehne zu schaffen macht, und der aktuell mit einer Kniereizung außer Gefecht gesetzte Youngster Nnamdi Collins. Im Trainingslager in Bad Ragaz stellen so Lennard Maloney, Antonios Papadopoulos und Albin Thaqi aus der U23 die Alternaitven dar.

35 Millionen Euro für Demiral?

Angesprochen auf den Engpass und mögliche Nachbesserungen zeigte sich Sportdirektor Michael Zorc am Wochenende gegenüber “Bild” auch deshalb gelassen, weil mit Allrounder Emre Can noch eine verlässliche Option zur Auswahl steht, wobei der Nationalspieler selbst lieber im Mittelfeld spielt. “Natürlich haben wir aktuell nicht gerade zu viele Innenverteidiger. Wir werden die Situation weiterhin genau beobachten. Es ist jetzt aber auch nicht so, dass wir in Panik geraten“, so Zorc, der Meldungen aus Italien zufolge die Fühler nach Merih Demiral ausgestreckt haben soll.

Wie mehrere italienische Medien übereinstimmend berichten, würde Juventus Turin den türkischen Nationalspieler für eine Ablöse im Bereich von 35 Millionen Euro ziehen lassen. Dortmund soll demnach wie unter anderem auch Atalanta Bergamo zu den Interessenten zählen. Allerdings ist eher fraglich, ob der BVB tatsächlich neben der unmittelbar bevorstehenden Verpflichtung von Donyell Malen noch einen weiteren Transfer in dieser Größenordnung tätigen wird.