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Diese Vorwürfe bei der Analyse führten zu Roses Rauswurf

Marco Rose
Foto: imago images

Selbst für viele dem Club nahestehende Beobachter kam der Rauswurf von Marco Rose am vergangenen Freitag überraschend. Doch intern fiel die Analyse des vom Trainer-Neuzugang derart verheerend aus, dass man kaum noch anders entscheiden konnte, weil in allen Punkten kaum Besserung zu erwarten war. Der Focus kennt die einzelnen Kritikpunkte.



Zunächst einmal war da die über die gesamte Saison hinweg schlechte Defensivleistung. Mit dem Gegentor beim 2:1 über Hertha stellte man den Negativrekord bei der Zahl der Gegentor eines Vizemeisters in einer Bundesliga-Saison ein. Hinzu kam, dass es zahlreiche sehr hohe Klatschen gab und diese sogar auch im eigenen Stadion, als längst schon wieder massig Zuschauer zugelassen waren. Die Liste der hohen Niederlagen liest sich dann auch tatsächlich nicht wie die Ausbeute eines deutschen Vizemeisters:

  • 0:4 bei Ajax Amsterdam
  • 2:5 gegen Bayer Leverkusen
  • 1:4 bei RB Leipzig
  • 3:4 gegen den VfL Bochum

Schlechtes Ingame-Coaching kam dann noch hinzu, als Rose es während dieser Partien nicht im entferntesten schaffte, seine Mannschaft erfolgreich umzustellen.

Im Gegenteil, beging Marco Rose sogar noch taktische Fehler, die die Katastrophe im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen sogar noch verschärften.

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Auch kommunikativ überzeugte Rose nicht

Dazu warf man dem Trainer „falsches Training“ vor, was sich an zu vielen Muskelverletzungen bemerkbar machte. Vielleicht ist dafür Rose nicht persönlich in seinen Entscheidungen verantwortlich zu machen, letztlich trägt er aber die Gesamtverantwortung für das Team.

Und dann kam auch noch ein Punkt hinzu, den man so sicher nicht von jenem Marco Rose erwartet hatte, den man von Borussia Mönchengladbach losgeeist hatte. Zu oft sei Rose „genervt“ aufgetreten, habe „dünnhäutig“ reagiert und schlecht mit der Öffentlichkeit kommuniziert.

Das alles fasste BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mit den Worten zusammen, dass man habe feststellen müssen, „in vielen Teilbereichen nicht das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt [zu] haben.“ Mit der Konsequenz, dass Marco Rose samt dessen Trainerteam ihre Jobs beim BVB loswaren. Eine Abfindung wurde wohl auch schon abgehandelt, sodass das Thema Marco Rose und der BVB in aller Bälde komplett beendet sein wird – nach einer doch ziemlich vernichtenden Analyse des Wirkens von Rose, welche nun auch noch publik wurde.

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