Bundesliga

Diskussion um Wolf-Tor in Freiburg: Abseits von Moukoko strafbar oder nicht?

Marius Wolf
Foto: Getty Images

Beim recht späte zustande gekommenen 3:1-Sieg von Borussia Dortmund beim SC Freiburg hatte Marius Wolf mit einem Schuss ins lange Eck den Endstand besorgt. Laut Auffassung der Schiri-Experten von „Collinas Erben“ hätte der Treffer aber nicht zählen dürfen. Glück für den BVB!



Was hätte dafür gesprochen, dass dem Treffer von Marius Wolf die Anerkennung hätte verweigert werden sollen?

Youssoufa Moukoko bewegte sich beim Torschuss von Marius Wolf klar im Abseits. Das alleine wäre aber noch nicht strafbar, solange er nicht ins Spiel eingriff. Dafür wiederum muss er gar nicht aktiv den Ball spielen, sondern zum Beispiel einem Gegner es unmöglich machen, an den Ball zu kommen. Oder wie im vorliegenden Fall den Torwart dabei behindern, den Ball zu parieren.

Anders als beim Schalker Tor vom vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Köln, das aberkannt wurde, weil ein Schalker dem Torhüter die Sicht versperrte, lag ein solches Vergehen von Moukoko zwar nicht vor. Die Sicht von Freiburgs Torhüter Mark Flekken auf den Schuss und den Ball war jederzeit gegeben.

Doch bewegte sich Moukoko eben hin zum Ball und verhinderte damit, dass Mark Flekken sich rechtzeitig zum Ball werfen konnte. Deshalb, so die Auffassung von „Collinas Erben“, hätte unbedingt der VAR eingreifen müssen.

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Doppeltes Glück für Torschütze Moukoko

Schiedsrichter Tobias Welz hatte dies vermutlich nicht wahrgenommen. Der VAR hätte ihn deshalb zu einem Onfield-Review auffordern müssen.

Und dort hätte es laut Collinas Erben nur eine Entscheidung geben können: dass das Tor wegen der Abseitsposition von Youssoufa Moukoko samt aktivem Eingriff ins Spielgeschehen nicht hätte zählen dürfen.

Glück für alle Beteiligten, dass dieser Treffer zum 3:1 letztlich nicht ausschlaggebend war, zumindest, wenn man sich das reine Ergebnis ansieht. Das Vertrauen in die Schiedsrichter und ihre VAR hat diese Szene allerdings sicher nicht gestärkt, bei den Aktiven wie bei den Fans. Die Szene von Schalke 04 am Wochenende davor ist dafür noch viel zu präsent, als dass man den Vorfall vom Spiel SC Freiburg – Borussia Dortmund einfach hinnähme.

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