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Die Geschichte der Südtribüne von Borussia Dortmund

BVB Signal Iduna Park
Foto: Getty Images

Rund um das 50-jährige Jubiläum des Westfalenstadions, heute Signal Iduna Park, brachte zahllose Beiträge zum Thema hervor. Viele beschäftigen sich mit den Rekorden, eindrucksvollen Zahlen und erinnerungswürdigen fußballerischen Ereignissen dieses größten Stadions in Deutschland. Auch die inzwischen legendäre Südtribüne findet viel Erwähnung. Doch legendär war sie nicht schon immer.



Uli Hesse blickt bei 11Freunde zurück auf jene 50 Jahre, in denen sich dieses eigentlich nur große Stück Beton mit Dach zur heutigen „Gelben Wand“ entwickelt hat, zur größten Stehtribüne der Welt, mindestens aber Europas wurde. Und da gibt es einiges zu erzählen, was komplett an dieser Stelle nachzulesen ist.

Von den Anfängen, in denen bei der ersten Ausgabe von Dauerkarten für Stehplätze in Dortmund, gerade einmal 230 Stück abgesetzt wurden. Aus einer Zeit, in der die Zuschauerzahlen im Profifußball insgesamt noch ganz andere waren, und man daher während der Spiele auf der Tribüne problemlos umherlaufen konnte. Eine Handlung, die heute schier unmöglich ist, weshalb es auch keine wandelnden Eis- oder Bierverkäufer mehr auf der Südtribüne gibt, die früher zur normalen Szenerie eines Spieltags gehörten.

Westfalenstadion 1995 Borussia Dortmund - Bayer Uerdingen, Michael Zorc trifft.
Photo by Bongarts/Getty Images

Zu Beginn keineswegs immer prall gefüllt: die Südtribüne

Wie sich im Laufe der Jahre die Zusammensetzung des Publikums auf dieser Stehplatztribüne änderte: Über die dunklen Zeiten der „Borussenfront“ bis zur heutigen Konstellation, in der viele die trotz der immensen Zahl von wohl 25.000 Zuschauern allein auf dieser Tribüne die fehlende Stimmung bemängeln. Zu viele unter den heutigen Gästen seien nicht mehr sangesbereit, könnten trotz Wahl eines Stehplatzes eher als Eventfans eingeordnet werden.

Hesse weist auch darauf hin, dass die Geburtsstunde jenes Phänomens, das heute als „Gelbe Wand“ tituliert wird, wohl genau datiert werden könne. Es war der 19. Mai 1986, als das Rückspiel der Bundesliga-Relegation in letzter Sekunde ausgeglichen werden konnte. Mehr oder weniger war dieser Moment die Geburtsstunde des gesamten modernen BVB, der im Falle des Scheitern in die Bedeutungslosigkeit hätte abrutschen können. Dass an jenem Abend Lars Ricken als Junge auf jener Südtribüne stand, rundet diese Geschichte dann noch passend ab. Wie es noch viel Wissenswertes über die gesamte Historie dieses identitätsstiftenden Bauwerks in Dortmund zu lesen gibt in jenem Beitrag der 11Freunde.

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