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Erste Medienkommentare zu Rücktritt beim BVB: „Terzic geht als Gewinner“

Edin Terzic
Foto: Getty Images

Heute Mittag wurde die zu diesem Zeitpunkt überraschende Trennung von Edin Terzic und dem BVB bekannt gegeben. Der Trainer hatte gestern seinen Rücktritt angeboten, den die Vereinsführung – wahrscheinlich dankend – annahm. Trotzdem sieht die Presse Terzic als Gewinner aus der Beziehung zu Borussia Dortmund herauskommen.



So begründet Sky in einem Kommentar seine Überschrift „Warum Terzic trotzdem als Gewinner geht“ damit, dass er seit den Pleiten gegen den VfB Stuttgart Teile der Mannschaft verloren hatte. Dies habe sich auch dann nicht mehr reparieren lassen, als mit den beiden neuen Co-Trainern immerhin in der Champions League strahlende, wenn auch oft glückliche Erfolge eingefahren worden sind. Die nächste Trainerdiskussion beim BVB, wie schon im letzten Herbst, wäre ziemlich sicher gekommen. Statt dann also seinen Rauswurf zu erdulden, gehe Terzic zum richtigen Zeitpunkt. Als Champions-League-Finalist, der nicht lange auf neue Angebote wird warten müssen.

Genauso sieht das Spox mit analoger Begründung, nicht ohne darauf zu verweisen, dass die Trennung auch für Borussia Dortmund zum richtigen Zeitpunkt komme. Zudem lobt Spox: „Borussia Dortmund hat eine sehr erwachsene und rationale Entscheidung getroffen. Eine, die unter Watzke zuvor kaum vorstellbar gewesen wäre. Es scheint aber, als würde unter Ricken nun ein anderer Wind wehen. Genau das, was der über viele Jahre viel zu ambitionslose BVB gebraucht hat.“

Lars Ricken und Hans-Joachim Watzke
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Auch der BVB Nutznießer von Terzic‘ Rücktritt

Auch für die WAZ geht Terzic „erhobenen Hauptes“. Er habe die kommunikative Hoheit über die Trennung behalten, die ohnehin früher oder später gekommen wäre. Dabei habe er auf dem Parkett der Champions League zuletzt mächtig Eigenwerbung betrieben, Extralob von Jose Mourinho inklusive. „Sicher ist: Ein Königsklassen-Finalist fällt beruflich mindestens weich, wenn nicht sogar nach oben. Bald wird ein Top-Klub anklopfen.“

Beim Tagesspiegel liest sich das so: Terzic sei „dem großen Knall zuvorgekommen“. Dabei habe Terzic die Signale richtig gedeutet, wie das bemerkenswert kritische Interview von Mats Hummels, aber auch lang anhaltende Missstimmung in der Mannschaft trotz der Erfolge in der Champions League. Terzic‘ Entscheidung werden aber auch die Bosse beim BVB mit Erleichterung aufgenommen haben, vermutet Benedikt Paetzholdt – auch diesen habe Terzic schließlich einen solchen „großen Knall“ erspart.

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