BVB-Ausverkauf im Sommer? Sebastian Kehl bezieht Stellung

Nach einer enttäuschenden Saison droht dem BVB der Verlust einige seiner größten Talente. Sportdirektor Sebastian Kehl äußert sich zu den möglichen Konsequenzen und dem geplanten Umbruch im Sommer.
Die sportliche Krise bei Borussia Dortmund könnte weitreichende Folgen haben. Als derzeit Tabellenelfter in der Bundesliga droht der BVB erstmals seit Jahren, das internationale Geschäft zu verpassen. Sollte es zu diesem Szenario kommen, wären nicht nur die sportlichen Ambitionen gefährdet, sondern auch die finanziellen Mittel des Vereins. Ein Ausverkauf von Schlüsselspielern wie Karim Adeyemi oder Jamie Gittens könnte eine Konsequenz sein. Doch Sportdirektor Sebastian Kehl stellt klar: „Nicht zwangsläufig“ müsse es zu einem Verkauf kommen, wie er in einem Interview den Ruhr Nachrichten betonte.
„Mit Transferthemen auf der abgebenden Seite beschäftigen wir uns im Sommer, denn vieles hängt auch davon ab, wie wir uns am Ende der Saison platzieren“, erklärte Kehl. Die Ausgangslage für die nächste Saison ist jedoch ungewiss, weshalb der BVB auf verschiedene Szenarien vorbereitet ist. „Es ist unsere Aufgabe, für diese einzelnen Fälle Lösungen zu erarbeiten“, so der Sportdirektor. Je nachdem, wie sich die Saison entwickelt, könnte der BVB von den Einnahmen aus der Champions League oder der Klub-WM profitieren, was die Notwendigkeit für Verkäufe mindern würde.
BVB-Zukunft von Kehl bleibt offen
Doch Kehl ist sich der finanziellen Auswirkungen eines verpassten internationalen Geschäfts bewusst. Sollte der BVB in der Tabelle weiterhin hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleiben, drohen Verluste in Millionenhöhe. „Wir haben ein, zwei Spieler, die schon sehr begehrt sind in Europa“, sagte Watzke Anfang Februar, und auch Kehl geht davon aus, dass ein gezielter Verkauf im Sommer nicht ausgeschlossen ist.
Unklar bleibt, ob der 45-Jährige selbst im Sommer noch an der Spitze des Vereins stehen wird. Zwar hat der Sportdirektor vor Kurzem seinen Vertrag verlängert, doch angesichts der aktuellen Krise ist nicht sicher, ob er weiterhin die entscheidenden Weichen für die Zukunft stellen wird. „Ich habe doch erst vor ein paar Wochen meinen Vertrag hier verlängert und habe genug Kraft, Ideen und Leidenschaft, um mich dieser Aufgabe zu stellen“, so Sebastian Kehl, der sich mit den Herausforderungen der nächsten Monate konfrontiert sieht.