Enthüllt: So brachte Ex-Trainer Sahin die BVB-Profis gegen sich auf

Nach nur 27 Pflichtspielen war Nuri Sahins Zeit als BVB-Trainer bereits vorbei. Doch was führte zu seinem schnellen Aus und warum standen plötzlich viele Spieler gegen ihn?
Nuri Sahins kurze Zeit als Cheftrainer von Borussia Dortmund war von Spannungen und Konflikten innerhalb der Mannschaft geprägt. Bereits vor seiner offiziellen Ernennung zum Cheftrainer im Sommer 2024 gab es laut einem aktuellen Bericht der Sport Bild erste Risse zwischen ihm und einigen Spielern, die sich später verstärkten und maßgeblich zu seinem frühen Aus im Januar 2025 beitrugen.
Ein Vorfall, der als Wendepunkt gilt, ereignete sich, als Sahin noch Co-Trainer unter Edin Terzic war. Nach einer Trainingseinheit entschieden sich Youssoufa Moukoko und Salih Özcan, individuell Schüsse zu üben. Sahin, der zu ihnen stieß, äußerte scherzhaft, dass das zusätzliche Training „doch ohnehin keinen Sinn machen würde“. Diese Bemerkung stieß bei den beiden Ersatzspielern auf Unverständnis und führte zu einem Wortgefecht, bei dem Özcan dem Co-Trainer mitteilte, dass er den Kommentar „unnötig“ fand.
Diese Situation hinterließ ein angespanntes Verhältnis, das sich weiter verschärfte, als der 36-Jährige später Cheftrainer wurde. Im Sommer wurde Özcan an den VfL Wolfsburg verliehen, kehrte jedoch bereits im Winter zurück – wenige Tage nach Sahins Entlassung.
Große Erwartungen, große Enttäuschung: Sahins Umgang mit Pascal Groß
Auch bei anderen Spielern war Sahins Führungsstil nicht unumstritten. Besonders Pascal Groß fühlte sich von dem ehemaligen BVB-Coach enttäuscht. Groß war im Sommer 2024 als wichtiger Neuzugang verpflichtet worden, und man hatte ihm versprochen, eine zentrale Rolle im Team zu spielen. Doch nach dem 2:5 in der Champions League gegen Real Madrid, bei dem Groß zunächst auf der Bank saß, erhielt er von Sahin die Zusage, im folgenden Bundesligaspiel gegen Augsburg in der Startelf zu stehen.
Doch Groß musste erneut auf der Bank Platz nehmen und wurde später als Rechtsverteidiger aufgestellt – eine Position, die nicht seiner Stammrolle entsprach. Diese Entscheidung führte zu Frustration und Unverständnis in der Mannschaft.
Auch aufgrund dieser Spannungen war Sahins Zeit als Cheftrainer nach nur 27 Pflichtspielen und einem Punkteschnitt von 1,48 pro Spiel bereits beendet. Der BVB setzte auf Niko Kovac als neuen Trainer, doch auch unter ihm blieb der Erfolg bislang aus. In der Bundesliga ist der Verein aktuell sieben Punkte von den Champions-League-Rängen entfernt, und die Saison droht sogar, ohne Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb zu enden.