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BVB-Coach Kovac erhält ein überraschendes Friedensangebot

Niko Kovac
Foto: IMAGO

Borussia Dortmund steht vor einer überraschenden Versöhnung. Max Kruse lädt BVB-Coach Niko Kovac nach jahrelangem Streit zu einem Friedensgespräch ein.



Max Kruse sorgt für eine überraschende Wendung in seiner jahrelangen Auseinandersetzung mit BVB-Trainer Niko Kovac. Der ehemalige Nationalspieler, der den Kroaten einst als „charakterlich absolute Katastrophe“ bezeichnete, schlägt nun ein Friedensgespräch vor.

Die Spannungen zwischen Kruse und Kovac reichen zurück bis 2022, als der Stürmer beim VfL Wolfsburg unter dem Trainer nur fünf Bundesliga-Einsätze erhielt, bevor er ab September nicht mehr berücksichtigt wurde. Kruse kritisierte damals, Kovac könne nicht mit meinungsstarken Spielern umgehen. „Von Tag eins an wusste ich, dass es nicht funktionieren wird zwischen mir und Kovac“, erklärte der Ex-Profi. Bei einer Besprechung soll Kruse sogar eingenickt sein. Auch der 53-Jährige äußerte sich kritisch: Er vermisste „die hundertprozentige Identifikation und Konzentration mit Fokus auf den VfL“.

Kruse ließ in den vergangenen Jahren kein gutes Haar an dem Kroaten und äußerte sich häufig kritisch in der Öffentlichkeit. Vor Kovacs Wechsel zum BVB prophezeite er: „Da wird Friede, Freude, Eierkuchen vorbei sein. Jeder, der sich das antun möchte, kann das machen.“

Kruse schlägt Friedensgipfel mit BVB-Coach Kovac vor

Nach einer 0:2-Pleite gegen Bochum verhöhnte er den Trainer sogar auf Instagram singend: „Oh, Niko Kovac. Oh, Niko Kovac. QUATSCH.“

Jetzt zeigt Kruse jedoch überraschend Versöhnlichkeit. In seinem Podcast Flatterball, den er gemeinsam mit Martin Harnik betreibt, sagte er: „Wir müssen jetzt auch mal Kovac einladen. Man muss das ja auch irgendwann mal klären. Für Konfrontation bin ich ja zu haben.“ Er wolle die Diskussion auf einer sachlichen Ebene führen, „wo man diskutiert und vielleicht nicht immer einer Meinung ist“, und fügte hinzu: „Ich will ja versuchen, seine Sichtweise der Dinge zu verstehen.“ Kruse plante sogar, den BVB-Coach zu fragen, „warum bei ihm jeder Spieler gleich behandelt wird. Jeder Charakter ist doch anders.“

Podcast-Partner Harnik zeigt sich vorsichtig: „Ich weiß nicht, ob es mir nicht unangenehm wäre, wenn ich versuchen muss zu schlichten und zu vermitteln.“ Ob Kovac auf das Angebot eingeht, bleibt offen. Der BVB-Trainer hat seinen Vertrag erst kürzlich bis 2027 verlängert und dürfte derzeit andere Prioritäten haben als alte Streitigkeiten aufzuarbeiten.