Risiko-Transfer? BVB-Neuzugang Silva fällt direkt aus

Borussia Dortmund muss zum Heimauftakt auf Neuzugang Fábio Silva verzichten. Der Stürmer laboriert an einer Adduktorenverletzung, sein Debüt ist ungewiss.
Drei Neuzugänge hat Borussia Dortmund in dieser Woche präsentiert – doch einer von ihnen fällt schon vor dem ersten Einsatz aus. Fábio Silva, für 22,5 Millionen Euro von den Wolverhampton Wanderers verpflichtet, fehlt beim heutigen Heimauftakt gegen Union Berlin (Sonntag, 17:30 Uhr).
Der Angreifer laboriert laut einem Bericht der Bild an einer Adduktorenverletzung, die ihn bereits seit dem Sommer beschäftigt. Schon in Wolverhampton ließ er sich wegen der Muskelprobleme behandeln, bestand beim BVB aber dennoch den Medizincheck. Pikant: Die Verantwortlichen um Sport-Boss Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl waren über die Blessur informiert, als sie den Deal unter Dach und Fach brachten.
Damit verschiebt sich Silvas Debüt auf unbestimmte Zeit. Zwar hoffen die Dortmunder, dass der Portugiese die anstehende Länderspielpause zur Genesung nutzen kann. Ein Einsatz gegen Hoffenheim oder Heidenheim am 13. September wird angestrebt, ist aber keineswegs sicher. Adduktorenverletzungen gelten als heikel, Rückschläge sind nicht ausgeschlossen.
BVB-Neuzugang Anselmino rückt direkt in Startelf
Trainer Niko Kovac muss also zunächst ohne seinen prominenten Neuzugang planen. „Ich möchte mich schnell einleben, alles geben und meinen Teil dazu beitragen, dass wir als Team erfolgreich sind“, erklärte Silva bei seiner Vorstellung. Doch bis dahin wird Geduld gefragt sein.
Akut ist der Ausfall für den BVB verschmerzbar: In der Offensive stehen Serhou Guirassy, Karim Adeyemi und Maximilian Beier bereit, sodass keine Lücke klafft. Problematischer gestaltet sich die Lage in der Defensive: Mit Nico Schlotterbeck (Aufbau nach Meniskusriss), Kapitän Emre Can (anhaltende Adduktorenprobleme), Niklas Süle (Muskelbündelriss) und Filippo Mané (Rotsperre) fehlen gleich mehrere Leistungsträger. Neuzugang Aaron Anselmino dürfte daher gegen Union direkt in der Startelf stehen.
Silva, der beim BVB einen Vertrag bis 2030 unterschrieben hat, wird ohnehin eher als Perspektivspieler gesehen. Kurzfristig soll er Guirassy herausfordern und entlasten, langfristig zusätzliche Torgefahr bringen. Aktuell aber droht der Transfer zum Risiko zu werden – weil niemand sagen kann, wann der 23-Jährige wirklich einsatzfähig sein wird.