Borussia Dortmund könnte seinen Sportdirektor Sebastian Kehl verlieren. Wolfsburg buhlt um den BVB-Boss – doch ein Wechsel ist nur unter besonderen Bedingungen denkbar.
Beim VfL Wolfsburg läuft die Suche nach einem neuen Sportdirektor auf Hochtouren – und dabei ist laut BILD ein überraschender Name ins Gespräch geraten: Sebastian Kehl. Der Sportchef von Borussia Dortmund, seit Jahren fest mit dem Klub verbunden und vertraglich bis 2027 gebunden, soll auf der Kandidatenliste der Niedersachsen stehen.
In Wolfsburg genießt Kehl dem Vernehmen nach einen ausgezeichneten Ruf. Nachdem Trainer Paul Simonis und Sportdirektor Sebastian Schindzielorz gehen mussten, sondiert der VfL den Markt breit. Neben Kehl kursieren Namen wie Marcus Mann (Hannover 96), Nils-Ole Book (SV Elversberg) oder auch Tim Steidten. Dennoch wird Kehl offenbar als ein besonders interessanter Kandidat gehandelt.
Ein sofortiger Wechsel gilt allerdings als unwahrscheinlich. Der 45-Jährige ist familiär in Dortmund verwurzelt, zudem steht der VfL unter Zeitdruck, kurzfristig eine Lösung zu finden.
VfL Wolfsburg lockt: Zukunft von BVB-Sportdirektor Kehl ungewiss
Auch beim BVB sieht man aktuell kaum Gründe für einen Abgang – trotz vereinzelter Führungsrangeleien in den vergangenen Monaten zwischen Kehl, Lars Ricken, Sven Mislintat und Hans-Joachim Watzke. Komplett zufrieden soll Kehl mit seiner Rolle nicht immer sein, wie berichtet wird.
Spannend wird es dadurch, dass Kehl zuletzt auf eine Beförderung zum Sportvorstand gehofft hatte, diese Position beim BVB jedoch an Lars Ricken ging. Genau hier setzt Wolfsburg an: Für Kehl könnte ein Wechsel laut BILD nur attraktiv werden, wenn er dort einen größeren Verantwortungsbereich oder eine Position auf Geschäftsführungs- oder Vorstandsebene in Aussicht hätte. Ob der VfL zu einem solchen Schritt bereit wäre, ist fraglich.
So bleibt das Gerücht zunächst ein Gedankenspiel – und Wolfsburg sucht weiter nach einer schnellen Lösung. Bis zur Winterpause soll die Position dort besetzt sein. Ein Abschied Kehls aus Dortmund gilt derweil als eher unwahrscheinliches, wenn auch nicht völlig ausgeschlossenes Szenario.

