Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl äußert sich erstmals zu den Wechselgerüchten um seine Person. Trotz des Interesses aus Wolfsburg betont er, dass sein Fokus auf dem BVB liegt.
Beim VfL Wolfsburg läuft die Suche nach einer neuen sportlichen Führung auf Hochtouren – und immer wieder fällt dabei der Name Sebastian Kehl. Der Sportdirektor von Borussia Dortmund wurde zuletzt von mit den Niedersachsen in Verbindung gebracht. Nach dem Dortmunder 2:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen äußerte sich Kehl nun erstmals selbst zu den Spekulationen.
Der 43-Jährige wertete das Interesse zunächst als Kompliment: „Dass es vielleicht auch mal ein paar anderen auffällt, wenn man womöglich gute Arbeit leistet, ist erst einmal etwas Positives, über das man sich freut.“ Gleichzeitig stellte er aber klar, dass die Gerüchte derzeit ins Leere laufen: „Es gab aber keine Gespräche und demnach habe ich mich damit auch nicht beschäftigt.“
Zuletzt hatte die Sport Bild Kehl als möglichen Kandidaten für den vakanten Posten in Wolfsburg genannt. Der VfL sucht nach der Trennung von Sebastian Schindzielorz einen neuen Sportdirektor und hatte offenbar bereits bei Hoffenheims Geschäftsführer Andreas Schicker angeklopft – erfolglos. Auch bei Kehl scheint ein Wechsel angesichts seines bis 2027 laufenden Vertrags wenig realistisch.
Kehl trotz Wechselgerüchten aus Wolfsburg voll auf den BVB fokussiert
Trotz der Diskussionen sieht sich der BVB-Funktionär fest fokussiert auf seine aktuelle Aufgabe. Er lobte das Auftreten der Dortmunder in Leverkusen und betonte, nun sollten auch die Zweifel an der Fähigkeit des Teams, „gegen große Gegner zu gewinnen“, verstummen.
Neben den Wechselgerüchten sprach Kehl auch über interne Personalthemen. So äußerte er sich zur Situation von Karim Adeyemi, der nach seinen jüngsten Schlagzeilen sportlich wieder ein Zeichen gesetzt hatte. Adeyemi habe „seinen Fehler von vor einigen Wochen eingestanden“, erklärte Kehl und freute sich über dessen Tor.
Auch der Poker um Nico Schlotterbeck beschäftigt den Sportdirektor weiter. Zwar gebe es großes Interesse anderer Klubs, doch Dortmund wolle unbedingt verlängern: „Nico weiß, was er am BVB hat. Wir würden gerne mit ihm verlängern… Er schaut sich um und lässt sich Zeit, was sein gutes Recht ist.“
Trotz aller Unruhe wirkt Kehl entschlossen, seine Arbeit in Dortmund fortzusetzen – und Wolfsburg muss sich wohl weiter nach einer neuen sportlichen Leitung umsehen.

