Niko Kovac bestätigt im Trainingslager von Borussia Dortmund das vorzeitige Aus von Standardtrainer Alex Clapham. Nun ist klar, wie der BVB dessen Aufgaben künftig auffangen will.
Bei Borussia Dortmund gibt es zu Beginn des neuen Jahres eine personelle Veränderung im Trainerstab. Standardtrainer Alex Clapham hat den Klub noch vor Ablauf seines Vertrags verlassen. Bestätigt wurde die einvernehmliche Trennung im Trainingslager im spanischen Marbella von Cheftrainer Niko Kovac.
„Sein Vertrag wäre ohnehin im Sommer ausgelaufen. Wir sind beide zum Schluss gekommen, dass wir jetzt getrennte Wege gehen“, sagte Kovac nach der ersten Einheit vor Ort. Der BVB werde die Aufgaben des Engländers intern auffangen, ein externer Nachfolger ist nicht vorgesehen.
Clapham war im Sommer 2024 von dem damaligen Trainer Nuri Sahin nach Dortmund geholt worden – zunächst als Techniktrainer, später mit klarem Fokus auf Standardsituationen. Auch nach Sahins Abschied blieb der 36-Jährige Teil des Trainerteams und arbeitete unter Kovac weiter.
Zuletzt stand die Effektivität der Dortmunder Standards jedoch verstärkt in der Kritik. Besonders nach dem DFB-Pokal-Aus gegen Bayer Leverkusen (0:1) wurde öffentlich diskutiert, dass aus einer Vielzahl von Ecken und Freistößen zu wenig Gefahr entstand.
Clapham verabschiedet sich emotional vom BVB
Zwar sprechen die reinen Zahlen nicht eindeutig gegen den BVB – acht von 26 Saisontoren fielen nach ruhenden Bällen, zudem kassierte nur RB Leipzig weniger Standardgegentore –, dennoch sah die sportliche Leitung offenbar Verbesserungsbedarf.
Clapham selbst verabschiedete sich bereits vorab über LinkedIn emotional aus Dortmund. „Es waren 18 unglaubliche Monate in einem ganz besonderen Klub“, schrieb er und ergänzte: „Ich habe jeden Tag von Elite-Spielern und, was noch wichtiger ist, von Elite-Menschen gelernt. Und schließlich ist Fußball ohne die Fans nichts.“
Das Trainingslager der Schwarz-Gelben ist nur kurz angesetzt. Bereits am 8. Januar reist der BVB zurück nach Deutschland, einen Tag später steht das Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt an. Ohne Standardspezialisten – aber mit dem klaren Plan, die Verantwortung künftig auf mehrere Schultern zu verteilen.

