Karim Adeyemi hat sich mit seinem Ausraster gegen Gladbach selbst ins Abseits gebracht. Borussia Dortmund reagiert mit einer hohen Geldstrafe und legt Zukunftsgespräche vorerst auf Eis.
Nach dem Eklat im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach hat Karim Adeyemi spürbare Konsequenzen zu tragen. Wie die Bild berichtet, wurde der Offensivspieler von Borussia Dortmund nach internen Gesprächen mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt.
Auslöser war Adeyemis Verhalten nach seiner Auswechslung in der 60. Minute beim 2:0-Erfolg gegen Gladbach. Der 23-Jährige war zuvor mehrfach in Auseinandersetzungen mit Gegenspielern verwickelt und hatte sich zudem mit Schiedsrichter Sven Jablonski angelegt. Nach seiner Auswechslung wollte Adeyemi verärgert direkt in Richtung Kabine gehen, was Sportdirektor Sebastian Kehl umgehend unterband.
Laut Bild kam es kurz nach Ankunft der Mannschaft im Trainingslager im spanischen Marbella zu einem Krisengipfel mit der sportlichen Führung. Dabei wurde das Strafmaß festgelegt: eine Geldstrafe im hohen fünfstelligen Bereich. Die Boulevardzeitung nennt eine Summe von rund 90.000 Euro, die direkt vom Monatsgehalt des Nationalspielers einbehalten werden soll. Angesichts eines kolportierten Jahresgehalts von rund sechs Millionen Euro setzt der Klub damit ein klares Zeichen.
Vertragsgespräche zwischen BVB und Adeyemi vorerst auf Eis
Trainer Niko Kovac hatte bereits angekündigt, den Vorfall intern aufzuarbeiten. „Das haben wir bisher nicht getan. Nach dem Spiel sind natürlich alle in ihre Richtungen abgedüst“, erklärte der Coach und kündigte persönliche Gespräche an.
Gleichzeitig bemühte sich Kovac um eine einordnende Tonlage. „Ich kenne Karim, er ist ja von Hause aus ein guter Junge. Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat“, sagte der BVB-Trainer und äußerte die Erwartung, dass Adeyemi sein Verhalten entsprechend korrigieren werde.
Nach Informationen der Bild haben die jüngsten Vorkommnisse jedoch auch sportpolitische Auswirkungen. Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung sollen vorerst auf Eis liegen, obwohl Adeyemis aktueller Kontrakt noch bis 2027 läuft.
Zudem reißen die Spekulationen über einen möglichen Abschied nicht ab. Demnach soll Borussia Dortmund bei konkreten Anfragen eine Ablösesumme von mindestens 60 Millionen Euro aufrufen. Sportlich kommt Adeyemi in der laufenden Saison auf sechs Tore und drei Assists in 22 Pflichtspielen.

