Nach seinem emotionalen Ausbruch gegen Mönchengladbach stand Karim Adeyemi beim BVB besonders im Fokus. Sportdirektor Sebastian Kehl gibt nun Einblicke, wie der Offensivspieler auf die Geldstrafe reagierte.
Beim Borussia Dortmund ist der Wirbel um Karim Adeyemi vorerst beendet. Nach dem emotionalen Ausbruch des Offensivspielers im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach hat Sportdirektor Sebastian Kehl nun offen über die internen Konsequenzen gesprochen – und dabei auch Einblicke in Adeyemis Reaktion auf die verhängte Geldstrafe gegeben.
Im Trainingslager an der Costa del Sol kam es zeitnah nach der Ankunft der Mannschaft zu einem klärenden Gespräch. Kehl machte deutlich, dass die Situation ohne große Eskalation aufgearbeitet wurde. „Wir hatten das Gespräch, das war aber in einem sehr guten Rahmen“, erklärte der BVB-Boss in einer Medienrunde. Besonders bemerkenswert: Adeyemi habe die Sanktion ohne Widerstand akzeptiert. „Karim hat das am Ende akzeptiert“, so Kehl weiter.
Auslöser der internen Maßnahme war Adeyemis Verhalten nach seiner Auswechslung. Der 23-Jährige hatte nach rund einer Stunde Spielzeit wütend reagiert, wollte direkt in die Kabine gehen und musste von Kehl selbst gestoppt werden. Zuvor war Adeyemi bereits mehrfach mit Gegenspielern und dem Schiedsrichter aneinandergeraten, woraufhin Trainer Niko Kovac konsequent reagierte und ihn vom Feld nahm.
Nach dem Ausraster: BVB-Star Adeyemi zeigt Einsicht
Trotz der klaren Worte zeigte Kehl Verständnis für die Emotionen seines Spielers. „Ich glaube, Karim hat verstanden, dass sein Verhalten in dem Moment nicht gut war. Es war trotzdem emotional“, sagte der Sportdirektor und verwies auf seine eigenen Erfahrungen als Profi. Entscheidend sei nun der Blick nach vorn.
Und genau dort sieht Kehl positive Signale. Adeyemi habe sich im Trainingslager professionell präsentiert und arbeite konzentriert. „Karim ist ein guter Junge. Er gibt hier Gas im Training“, lobte Kehl und ergänzte, dass sich der Offensivspieler auch von den Begleitumständen nicht ablenken lasse.
Gleichzeitig stellte der 45-Jährige klar, dass es innerhalb des Klubs klare Grenzen gebe. „Aber an einer Stelle, glaube ich, muss man dann auch mal gemeinsam ein ernstes Wort sprechen“, betonte Kehl. Dieses sei gefallen – und damit sei das Thema aus Vereinssicht abgeschlossen. Beim BVB soll nun wieder der sportliche Fokus im Mittelpunkt stehen.

