Borussia Dortmund und Pascal Groß gingen schneller getrennte Wege als geplant. Nun erklärt der Routinier offen, was den Ausschlag für seinen Abschied gab.
Nach nur eineinhalb Jahren bei Borussia Dortmund hat Pascal Groß im Winter überraschend Abschied genommen und ist zu Brighton & Hove Albion zurückgekehrt. Nun hat der 34-Jährige offen über die Hintergründe seines schnellen Wechsels gesprochen – und dabei keinen Hehl daraus gemacht, wie belastend die letzten Monate für ihn waren.
„Natürlich ist es für einen Vollblutfußballer wie mich nie einfach, wenn man weniger spielt, als man sich vorstellt. Das war sehr schwierig in den vergangenen Monaten“, erklärte Groß im Interview mit dem kicker. Zwar habe er „die Lust am Fußball nie verloren“, doch seine Rolle beim BVB schrumpfte in der laufenden Saison zunehmend. Häufig kam der erfahrene Mittelfeldspieler nur noch als Joker zum Einsatz.
Groß machte deutlich, dass seine Chancen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft ein entscheidender Faktor waren. „Als ich in Dortmund nicht mehr so zum Zug kam, wollte ich wieder dahin gehen, wo ich mehr Einfluss nehmen kann und öfter spiele, damit ich mich auch für die WM empfehlen kann“, sagte der 16-fache Nationalspieler.
WM-Traum als Faktor: Darum verließ Groß den BVB
In diesem Zusammenhang stand er auch im Austausch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Die genauen Inhalte bleiben unter uns, aber grundsätzlich hat er jedem klargemacht, dass Spielzeit wichtig ist“, so Groß. Brighton sei zwar nicht die einzige Option gewesen, „aber hier kann ich am schnellsten Fuß fassen“.
Der Kontakt zu Brighton riss nach seinem Abgang 2024 nie ab. Vor allem mit Trainer Fabian Hürzeler blieb Groß im regelmäßigen Austausch. „Wir haben gesprochen und gegen Ende des Jahres haben sich dann auch die Klubs geeinigt. Das war mir wichtig, im Januar bereits zu spielen und nicht erst Ende Januar zu wechseln und einen Monat zu verlieren“, erklärte er.
Trotz der sportlich schwierigen Phase blickt Groß ohne Bitterkeit auf seine Zeit beim BVB zurück. Er habe „viele tolle Kollegen“ kennengelernt und die Champions-League-Abende in Dortmund sehr genossen. Auch zu Trainer Niko Kovac gebe es kein böses Blut. „Ein Trainer muss seine Entscheidungen treffen, ich als Spieler aber auch. Menschlich ist alles okay. Ich schaue jetzt nach vorn.“

