Nach einem schwierigen Start beim BVB stellt sich Trainer Niko Kovac klar hinter Jobe Bellingham. Mit deutlichen Worten erklärt er, warum Geduld jetzt wichtiger ist als schnelle Erfolge.
Jobe Bellinghams erstes Halbjahr bei Borussia Dortmund verlief alles andere als reibungslos. Der 20-Jährige konnte die hohen Erwartungen bislang nur phasenweise erfüllen, doch Trainer Niko Kovac stellt sich klar hinter seinen Sommerneuzugang – und findet zugleich deutliche Worte zu dessen Entwicklung.
Der BVB-Coach verweist vor allem auf die Umstände des Wechsels: vom englischen Zweitligafußball direkt in die Bundesliga, in ein neues Land, zu einem Klub mit großer Konkurrenz und mit dem zusätzlichen Vergleich zum erfolgreichen Bruder Jude. Für Kovac ist deshalb Geduld gefragt. in einem Interview mit The Athletic betonte er: „Meiner Erfahrung nach dauert es drei bis sechs Monate, bis sich ein junger Spieler an einen neuen Verein gewöhnt hat – das ist natürlich individuell unterschiedlich. Es braucht Zeit, aber manchmal sind die Leute unfair und erwarten sofortige, große Fortschritte.“
Trotz der Anlaufschwierigkeiten zieht der Trainer ein positives Zwischenfazit. Bellingham kam bislang in 23 Pflichtspielen zum Einsatz, häufig als Joker – für Kovac ein sinnvoller Einstieg. „Er macht ständig Fortschritte und wird mit Sicherheit eine gute Karriere haben. Ich bin sehr zufrieden mit ihm“, betont der Dortmunder Coach.
Bellinghams Ehrgeiz beeindruckt BVB-Trainer Kovac
Was Kovac besonders schätzt, ist der enorme Ehrgeiz des Mittelfeldspielers. Der Engländer arbeite akribisch an sich, analysiere Spiele und suche ständig nach Verbesserungen. „Er will jeden Tag hart arbeiten und sich verbessern, entweder indem er sich Videos ansieht oder auf dem Trainingsplatz. Das ist genau das, was ein Trainer sich wünscht“, sagt Kovac.
Manchmal müsse er ihn jedoch auch bremsen: „Manchmal sage ich ihm, dass er nicht nur Fußball essen, trinken und schlafen sollte, sondern auch andere Dinge in seinem Leben braucht, um seinen Kopf freizubekommen.“ Kovac sieht in Bellingham nicht nur einen talentierten Fußballer, sondern auch einen vorbildlichen Charakter.
Er beschreibt ihn als bodenständig, lernwillig und hochmotiviert – Eigenschaften, die im engen Konkurrenzkampf beim BVB helfen sollen. Der Trainer ist überzeugt: Wenn Geduld und gezielte Entwicklung zusammenkommen, wird der Engländer den nächsten Schritt machen.

