Transfer-Frage im Winter: BVB-Bosse uneins über Neuzugänge

Nach intensiven internen Beratungen im Trainingslager ist beim BVB weiter offen, ob der Kader im Winter noch verstärkt wird. Klarer ist dagegen die Lage bei den Abgängen, während ein Transfer von Oscar Bobb vorerst auf Eis liegt.

Borussia Dortmund ringt weiterhin um seine Transferstrategie für die Rückrunde. Wie Sky berichtet, gab es während des Trainingslagers in Marbella gleich mehrere interne Sitzungen, in denen die Klubspitze intensiv über mögliche Winter-Transfers diskutierte – allerdings ohne ein klares Ergebnis.

An den Gesprächsrunden nahmen demnach die Geschäftsführer Lars Ricken und Carsten Cramer, Sportdirektor Sebastian Kehl, die Chefscouts sowie Trainer Niko Kovac teil. Zentrales Thema: Soll der Kader im Januar noch einmal verstärkt werden oder geht der BVB ohne Neuzugänge in die zweite Saisonhälfte? Die Meinungen innerhalb der Führungsriege sollen dabei auseinandergegangen sein, eine finale Entscheidung steht weiterhin aus.

Während bei den Zugängen noch Unklarheit herrscht, zeichnet sich bei den Abgängen ein deutlich klareres Bild ab. Mit Pascal Groß und Cole Campbell hat der Klub bereits zwei Spieler abgegeben. Zudem gilt Außenstürmer Julien Duranville als Kandidat für eine Leihe, um regelmäßig Spielpraxis zu sammeln. Weitere Transfers auf der Abgangsseite sind nach aktuellem Stand nicht geplant.

BVB-Leihe mit Kaufoption? Hoffnungen bei Bobb-Transfer gedämpft

Besonders intensiv wurde zuletzt über Oscar Bobb von Manchester City spekuliert. Der Offensivspieler steht offenbar schon länger auf der Dortmunder Liste. Zwischenzeitlich war sogar von einer möglichen Leihe mit Kaufoption im Bereich von 35 bis 40 Millionen Euro die Rede. Doch auch hier bremst Sky die Erwartungen: Ein kurzfristiger Wechsel des 22-Jährigen im Winter gilt inzwischen als eher unwahrscheinlich. Zwar soll es lose Kontakte gegeben haben, konkrete Verhandlungen wurden jedoch vorerst pausiert.

Neben der Frage einzelner Namen ging es in den internen Runden laut Sky auch grundsätzlich um die Ausrichtung der Transferpolitik. Diskutiert wurde demnach, ob man im Winter überhaupt aktiv werden sollte oder lieber auf den finanziell und sportlich bedeutenderen Sommer-Transfermarkt setzt. Klar ist bislang nur: Der BVB hält sich alle Optionen offen.

Damit bleibt die Lage bei Borussia Dortmund vorerst spannend. Während auf der Abgangsseite die Weichen weitgehend gestellt sind, sorgt die Uneinigkeit über mögliche Neuzugänge weiter für Gesprächsstoff – und macht deutlich, dass die Transferstrategie in diesem Winter alles andere als festgezurrt ist.

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