Borussia Dortmund gerät im Poker um Nico Schlotterbeck zunehmend unter Druck. Die Verlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern könnte dabei zum entscheidenden Faktor werden.
Die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern ist mehr als nur eine Personalentscheidung in München – sie hat direkte Auswirkungen auf Borussia Dortmund und die Zukunft von Nico Schlotterbeck. Wie die Bild berichtet, verschieben sich mit dem Verbleib des französischen Nationalspielers die Kräfteverhältnisse auf dem Transfermarkt spürbar.
Ursprünglich galt Upamecano bei mehreren Top-Klubs als Wunschlösung für die Innenverteidigung, vor allem bei Real Madrid. Doch nachdem der Abwehrchef der Bayern nun offenbar langfristig gebunden bleibt, richtet sich der Fokus der Königlichen verstärkt auf andere Kandidaten – und dabei rückt Schlotterbeck immer stärker in den Mittelpunkt. Nach Informationen der Bild konkretisiert Real seine Bemühungen um den Dortmunder Abwehrspieler.
In Madrid ist die Suche nach einem neuen Abwehrleader längst angelaufen. Da auch eine Verpflichtung von Ibrahima Konaté vom Tisch sein soll, bleibt Schlotterbeck als einer der wenigen realistischen Top-Kandidaten übrig. Der BVB-Verteidiger besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2027, doch genau das macht die Situation für Dortmund heikel: Wartet der Klub zu lange, droht ein ablösefreier Abgang in zwei Jahren – ein Szenario, das intern als „Worst-Case-Szenario“ gilt.
BVB kämpft weiterhin um Schlotterbeck
Schon im kommenden Sommer könnte es deshalb konkret werden. Dortmund verlangt im Falle eines Wechsels dem Vernehmen nach eine hohe Ablöse von 50 bis 70 Millionen Euro. Gleichzeitig steht der BVB vor der schwierigen Entscheidung, ob er Schlotterbeck verkauft oder weiter auf einen Verbleib hofft.
Trotz der Upamecano-Verlängerung sind auch die Bayern noch nicht vollständig aus dem Rennen. In München wird weiterhin über die Zukunft von Minjae Kim diskutiert. Sollte es hier zu einem Umbruch kommen, könnte Schlotterbeck erneut ein Thema werden – entweder schon im Sommer oder perspektivisch für einen ablösefreien Wechsel 2027. Für den BVB wäre Letzteres sportlich wie finanziell ein herber Rückschlag.
In Dortmund will man dieses Szenario unbedingt verhindern. Sportdirektor Sebastian Kehl und Geschäftsführer Lars Ricken haben laut Bild zuletzt erneut das Gespräch mit Schlotterbeck gesucht, um ihm eine klare Perspektive aufzuzeigen – inklusive der Rolle als möglicher Kapitän der Zukunft. Noch allerdings hält sich der Nationalspieler bedeckt und lässt seine Zukunft offen.

