Nach dem turbulenten 3:3 in Frankfurt setzt Borussia Dortmund weiter auf Stabilität statt Aktionismus. Nur wenn sich eine echte Überraschung ergibt, könnte der BVB im Winter doch noch auf dem Transfermarkt aktiv werden.
Borussia Dortmund geht gelassen in die zweite Hälfte der Winter-Transferperiode. Trotz geöffneter Wechselbörse sieht Sport-Geschäftsführer Lars Ricken aktuell keinen akuten Handlungsbedarf – vor allem wegen der Kaderbreite. Nach dem spektakulären 3:3 bei Eintracht Frankfurt verwies er auf die Qualität der Alternativen: „Wenn man sich unsere Ersatzbank anschaut, ist sie in der Bundesliga schwer zu schlagen.“
Tatsächlich unterstrich das Spiel, wie tief der Kader besetzt ist. Selbst Spieler mit großem Marktwert oder Stammplatz-Anspruch mussten zunächst Platz nehmen, während Einwechselspieler wie Carney Chukwuemeka mit dem späten Ausgleichstreffer sofort Wirkung erzielten. Auch weitere Profis fehlten noch, was die personelle Situation zusätzlich relativiert.
Entsprechend verfolgt die sportliche Führung einen ruhigen Kurs. Bereits erledigt sind dagegen zwei Personalien: Pascal Groß wechselte nach England zu Brighton & Hove Albion, Cole Campbell wurde bis Saisonende an die TSG Hoffenheim ausgeliehen.
BVB-Boss Ricken hält Tür für Wintertransfers offen
Ganz schließen will der BVB die Tür dennoch nicht. Ricken betont, dass man aufmerksam bleibt, ohne in Aktionismus zu verfallen: „Ein paar Tage sind es noch. Wenn noch etwas Überraschendes passiert, werden wir schauen, ob es in die eine oder andere Richtung Sinn macht.“ Damit bleibt zumindest ein kleines Zeitfenster für Bewegung – sollte sich eine außergewöhnliche Gelegenheit ergeben.
Gerüchte um mögliche Neuzugänge gibt es trotzdem. Namen wie Oscar Bobb, Aleksandar Stankovic oder Quinten Timber kursieren seit Tagen. Konkrete Schritte sind jedoch bislang nicht zu erkennen. Der Klub setzt vielmehr darauf, dass die vorhandene Qualität und Stabilität im Kader ausreichen, um die Ziele in der Rückrunde zu erreichen.
So bleibt die Marschroute klar: kein hektisches Nachbessern, sondern wohlüberlegte Entscheidungen – es sei denn, der Transfermarkt hält doch noch eine Überraschung bereit.

