Mit einem Spektakel eröffneten Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund am Freitag das Fußballjahr 2026. Sechs Tore, drei auf beiden Seiten ergaben ein 3:3-Remis, in dem dem BVB in der sechsten Minute der Nachspielzeit der Ausgleich glückte. Hier die Einschätzungen und Analysen der Presse zu dieser rasanten Partie.
Vom „Spektakel“ spricht nahezu jede Zeitung, so auch die Süddeutsche in ihrem Bericht aus dem Deutsche Bank Park. Frank Hellmann lobt darin die „Effizienz und Entschlossenheit“ der Frankfurter, während er dem BVB einen schwungvollen Start ins neue Jahr attestiert, bei dem sich der BVB „als Einheit präsentiert“ habe. „Zudem erfüllten Spieler und Trainer sogleich die Forderung der Geschäftsleitung, den ästhetischen Anspruch zu steigern.“ Deshalb könne man beim BVB mit dem erst in letzter Minute gesicherten Punkt gut leben.
Die Welt war die Punkteteilung in einer „rasanten Partie zweier offensiv eingestellter Teams durchaus verdient“. Zwar ist der BVB in der Liga nun seit neun Spielen ungeschlagen, das Remis helfe den Dortmundern aber nicht wirklich – der Abstand zum FC Bayern wuchs weiter an.

BVB tritt „als Einheit“ auf
„Bitter für die Frankfurter, gleichwohl korrekt“ sei der Spielausgang gewesen, urteilt die Frankfurter Rundschau, die der Eintracht im zweiten Treffen mit dem BVB in dieser Saison erneut eine ihrer besten Saisonleistungen bescheinigt. Zum BVB heißt es: „Die Dortmunder stellten die reifere Mannschaft, waren spielerisch besser, sie hatten die besseren Chancen. Und dennoch Glück“ mit dem sehr späten Ausgleich. „In einem wilden, schnellen, rassigen Duell“ habe die neuerliche Gegentorflut der Eintracht einen Sieg verhindert.
Das Fazit des Kicker fällt so aus: „Das Remis ging (…) in Ordnung, da beide Teams dominante Phasen im Spiel hatten und jeweils starke Moral bewiesen.“
Obwohl die Punkte in Frankfurt geteilt wurden, habe es zwei Sieger gegeben, merkt der Tagesspiegel an: die Fußball-Fans und den FC Bayern München. Das Remis des BVB sei zu wenig, um das Titelrennen noch mal spannend zu machen. Auch spannend bleibe die Frage, wann Serhou Guirassy, der in Frankfurt erneut „einen unglücklich Eindruck“ gemacht habe, seine Krise beendet. Mittlerweile wartet er seit dem 9. Spieltag auf ein Tor in der Bundesliga. Symptomatisch sei, dass er am Freitag auch noch einen Elfmeter verursachte.
Nicht nur ein Tor-Spektakel sei das Spiel gewesen, findet die Sportschau, sondern die gesamte Spielzeit über „hochintensiv“. Während die Frankfurter nach zweimaligem Rückstand bemerkenswerte Moral gezeigt hätten, sei der späte Ausgleich für den BVB dennoch „leistungsgerecht“ gewesen.

