Gute Nachrichten für den BVB? Bayern trifft Schlotterbeck-Entscheidung

Borussia Dortmund darf im Poker um Nico Schlotterbeck vorerst aufatmen. Der FC Bayern hat sich offenbar gegen einen Transfer des Innenverteidigers entschieden.

Der Name Nico Schlotterbeck wurde in den vergangenen Monaten immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht – doch vorerst scheint ein Transfer zum Rekordmeister kein Thema mehr zu sein. Nach Informationen der Sport Bild haben die Münchner ihre Überlegungen zu einer Verpflichtung des Dortmunder Innenverteidigers aktuell ad acta gelegt. Ein zwischenzeitlich diskutierter Wechsel sei demnach „derzeit vom Tisch“.

Der Grund dafür liegt vor allem in der Kaderplanung der Bayern. In der Innenverteidigung fühlt man sich an der Säbener Straße gut aufgestellt. Dayot Upamecano steht kurz vor einer Vertragsverlängerung und soll gemeinsam mit Jonathan Tah langfristig das Abwehrzentrum bilden. Dahinter stehen mit Min-jae Kim und Hiroki Ito weitere gestandene Optionen bereit. Auch Josip Stanisic spielt in den Planungen eine wichtige Rolle.

Damit fehlt aktuell der sportliche und wirtschaftliche Druck, noch einmal auf dem Transfermarkt für einen Top-Innenverteidiger aktiv zu werden. Entsprechend rückt Schlotterbeck zunächst aus dem Fokus der Bayern-Bosse.

Zukunft von BVB-Star Schlotterbeck weiterhin offen

Ganz ausgeschlossen ist ein Umdenken allerdings nicht. Laut Sport Bild könnte sich die Lage ändern, falls Min-jae Kim überraschend Wechselambitionen entwickeln sollte. Der Südkoreaner hat zuletzt zwar betont, sich beim FC Bayern durchsetzen zu wollen, dennoch behalten die Verantwortlichen mögliche Szenarien im Blick.

Für Borussia Dortmund sind das gute Nachrichten. Der BVB arbeitet mit Hochdruck an einer Vertragsverlängerung seines Abwehrchefs und kann darauf hoffen, dass die derzeitige Zurückhaltung des FC Bayern die Chancen auf einen Verbleib erhöht. Sicherheit bedeutet das jedoch nicht: Schlotterbeck steht weiterhin auf den Zetteln zahlreicher europäischer Topklubs, darunter Real Madrid, der FC Liverpool, Manchester City und der FC Barcelona.

Fest steht: Der FC Bayern hat seine Schlotterbeck-Pläne vorerst eingefroren – zumindest solange sich an der personellen Lage in der Münchner Defensive nichts Grundlegendes ändert. Für Dortmund ist das ein Etappensieg, aber noch lange keine endgültige Entwarnung.

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