Presseschau BVB vs. Werder Bremen: „Erfolgreich, aber weiter ohne Glanz“

3:0 gewinnt der BVB sein erstes Heimspiel des neuen Jahres 2026. Gegen Werder Bremen trifft auch Serhou Guirassy nach monatelanger Abstinenz wieder. Zur Pause hatte es trotz 1:0-Führung allerdings Pfiffe im Signal Iduna Park gegeben. Hier ausgewählte Stimmen der Presse zum Spiel in Dortmund.

Borussia Dortmund wird die Hinrunde in jedem Fall als Zweiter beenden. „Eines Tabellenzweiten würdig war die Leistung gegen Bremen aber lange nicht“, findet die Süddeutsche Zeitung. „Im Grunde gab es in der ersten Halbzeit nichts Positives zu berichten“, sehe man von Nico Schlotterbecks Führungstor ab. „In der zweiten Halbzeit wurde es kaum spektakulärer, aber souveräner.“

Bei der FAZ klingt das ganz ähnlich: „Nach dem Seitenwechsel kam der BVB etwas besser ins Spiel. Begeisternden Offensivfußball bot Dortmund aber weiterhin nicht.“ Zuvor habe der BVB viele Fehler im Aufbau produziert, die Führung keine Sicherheit gegeben. Werder sei sogar die bessere Mannschaft gewesen. Im zweiten Abschnitt zeigte Borussia Dortmund weniger Unsicherheiten in seinen Kombinationen und belohnte sich mit zwei weiteren Treffern. Diese „übertünchten (…) einen spielerisch lange dürftigen Auftritt“. Fazit: „Erfolgreich, aber weiter ohne Glanz“.

Serhou Guirassy
Foto: Getty Images

Drei Tore, doch BVB „spielerisch lange dürftig“

„Am Ende locker“ habe der BVB seinen Sieg gegen Werder Bremen eingefahren, urteilt die Zeit etwas gnädiger. Erst spät habe man alles klar gemacht, nachdem eine nervöse Anfangsphase durchaus Chancen für Werder ermöglichte und der BVB Glück in seiner Defensive benötigte. Weil aber u. a. Serhou Guirassy nach langer Pause für Schwarzgelb traf, bleibt der BVB weiter zu Hause ungeschlagen und festigt seinen Tabellenplatz Zwei.

Die Kreiszeitung aus dem Bremer Umfeld trauert den vergebenen Werder-Chancen nach. „Das Ergebnis [hätte] aufgrund eigener guter Gelegenheiten in der Anfangsphase deutlich angenehmer aussehen können.“ Fraglos hätte man „gegen ein keineswegs überzeugendes Borussia Dortmund“ mit einem besseren Ergebnis in die Pause gehen können. Auch nach dem Seitenwechsel sei das Geschehen „ausgeglichen“ gewesen, der BVB „viel zu behäbig“. Dennoch bestrafte der BVB am Ende das „ordentlich, aber harmlos“ auftretende Werder Bremen, bilanziert die Kreiszeitung.

„Eiskalt“ habe sich der BVB gezeigt – allerdings erst ganz am Ende, findet auch die WAZ. Zuvor seien viele Ungenauigkeiten im Zusammenspiel zu sehen gewesen, Dortmund habe defensiv „immer wieder gewackelt“. Und „über Ansätze im Kombinationsspiel kam der BVB nicht hinaus.“ Nach der Pause sei Werder dann noch mutiger aufgetreten. Für mehr Ausbeute habe aber die Qualität gefehlt, weshalb Marcel Sabitzer mit seinem späten 2:0 alles klarmachen konnte. Damit war der BVB diesmal nicht in die „Führungs-Falle“ getappt, wie zuletzt häufiger geschehen.

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