„Nicht der Anspruch“: BVB-Boss Kehl schlägt Alarm

Borussia Dortmund erlebt nach dem schwachen Auftritt in der Champions League bei Tottenham Hotspur einen herben Rückschlag. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl kündigt Konsequenzen und eine kritische Aufarbeitung an.

Nach der enttäuschenden 0:2-Niederlage von Borussia Dortmund bei Tottenham Hotspur herrscht beim BVB Alarmstimmung. Sportdirektor Sebastian Kehl machte nach dem Champions-League-Abend unmissverständlich klar, dass der Auftritt der Mannschaft nicht folgenlos bleiben wird.

Vor allem die schwache erste Halbzeit brachte Kehl auf die Palme. „Die erste Halbzeit war schlecht – wenig Zweikämpfe geführt, wenig Intensität“, kritisierte der 45-Jährige deutlich. Der BVB habe es versäumt, das Spiel früh anzunehmen und seine Möglichkeiten zu nutzen. „Die Chance, die wir heute hatten, haben wir damit fahrlässig in der ersten Halbzeit verspielt“, so der Sportdirektor weiter.

Angesichts der sportlichen Lage kündigte Kehl eine schonungslose Aufarbeitung an. „Wir werden jetzt auch Einzelgespräche führen“, erklärte er und mahnte zur Wachsamkeit: „Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir nicht in eine Situation geraten, wo wir den Fokus verlieren.“ Der aktuelle Kurs entspreche nicht den eigenen Ansprüchen: „Das ist nicht der Anspruch, den wir haben.“

Rote Karte gegen Svensson sorgt beim BVB für Diskussionen

In der Tabelle der UEFA Champions League droht Borussia Dortmund nun der Umweg über die Playoffs. Ein direkter Einzug ins Achtelfinale ist nur noch schwer erreichbar. Umso größer war der Frust darüber, dass der Gegner keineswegs unschlagbar wirkte. Kehl betonte, man habe „deutlich mehr erhofft und erwartet“.

Für zusätzliche Diskussionen sorgte die Rote Karte gegen Daniel Svensson nach 24 Minuten. Kehl bewertete die Entscheidung kritisch: „Für mich fehlt in dieser Aktion jegliche Intensität.“ Als Erklärung für die Niederlage wollte er den Platzverweis jedoch nicht gelten lassen: „Dass es überhaupt so weit kommt, darf uns nicht passieren.“

Unterm Strich fand Kehl klare Worte zum Gesamtauftritt: „So darf man nicht agieren, gerade auf Champions-League-Niveau.“ Nun sei es entscheidend, die richtigen Schlüsse zu ziehen – damit aus dem Totalausfall kein nachhaltiger Schaden für die Saison entsteht.

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