Stimmen zum 3:0 in Berlin: „Wir haben den Kampf angenommen“

Borussia Dortmund hat eine überzeugende Antwort auf die unter der Woche in der Champions League bei Tottenham Hotspur erlittene 0:2-Niederlage gegeben und am Samstagabend mit einem 3:0-Sieg beim 1. FC Union Berlin den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Dementsprechend waren die Stimmen nach dem Gastspiel in der Hauptstadt von Zufriedenheit geprägt.

„Union ist mit das schwerste Auswärtsspiel in der Liga. Das haben wir bravourös gemeistert, wir haben 3:0 gewonnen. Wir sind in der Liga ein bisschen stabiler als in der Champions League. Wir haben in Tottenham extrem schlecht gespielt in der ersten Halbzeit, haben es gar nicht hinbekommen. Heute wussten wir, was auf uns zukommt. Wir haben den Kampf angenommen. Das war die Reaktion, die wir sehen wollten. Heute war es erwachsener Fußball“, kommentierte Nico Schlotterbeck die Partie und erklärte „extrem happy“ mit seinem Treffer, „aber vor allem mit dem weiteren zu Null“ zu sein.

Emre Can sieht „richtigen Männerfußball“

Auch Gregor Kobel hob die Leistung in der Rückwärtsbewegung hervor, betonte indes auch, sich darauf noch lange nicht ausruhen zu wollen: „Wir haben eine sehr gute Defensive. Ich muss hinten meinen Job machen, meine Vorderleute müssen einen guten Job machen. Ich glaube, wir haben ein sehr gutes Zusammenspiel von allen. Und es ist etwas, auf das man sicher auch stolz sein kann, dass wir jetzt schon zehn weiße Westen haben. Das ist eine Top-Sache. Aber natürlich wollen wir das noch ausbauen.“

Kapitän Emre Can freute nach der gerade in dieser Hinsicht schwachen Vorstellung in London das grundsätzliche Auftreten an der Alten Försterei: „Wir wurden in den vergangenen Wochen sehr oft kritisiert, auch zurecht, aber heute bin ich unfassbar stolz auf die Jungs. Hier ist es nie einfach zu spielen, hier musst du dagegenhalten. Und das haben wir über 90 Minuten gemacht. Riesenkompliment an die Mannschaft. Richtiger Männerfußball – nicht immer schön, aber die Punkte zählen, und der Kampf hat sich ausgezahlt.“

Lob für die Mannschaft gab es denn auch von Geschäftsführer Lars Ricken: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, hier zu gewinnen. Mit dem Messer zwischen den Zähnen haben sich die Jungs in die Zweikämpfe geworfen.“

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