Bleibt Schlotterbeck beim BVB? Familien-Gipfel soll entscheiden

Borussia Dortmund kämpft weiter um die Zukunft von Nico Schlotterbeck. Ein geplanter Familien-Gipfel soll nun darüber entscheiden, ob der Nationalspieler beim BVB bleibt oder den nächsten Karriereschritt wagt.

Die Zukunft von Nico Schlotterbeck bleibt eines der brisantesten Themen bei Borussia Dortmund. Wie die WAZ berichtet, will der Innenverteidiger seine anstehende Grundsatzentscheidung mithilfe eines familiären Austauschs treffen – ein sogenannter Familien-Gipfel soll für Klarheit sorgen.

Der 26-Jährige hat sich intern zwar eine persönliche Frist gesetzt, kommuniziert diese jedoch bewusst nicht öffentlich. „Ich setze mir dann irgendwann eine Deadline“, sagte Schlotterbeck zuletzt. Fest steht nur: Eine Entscheidung soll nicht erst im Sommer fallen. Der BVB hat seine Hausaufgaben längst erledigt und dem Nationalspieler ein außergewöhnlich lukratives Angebot vorgelegt. Demnach winkt ein Jahresgehalt von deutlich über zehn Millionen Euro, dazu die Aussicht, sportlich wie kommunikativ zum neuen Gesicht des Klubs aufgebaut zu werden. Selbst eine Ausstiegsklausel gilt als möglich.

Trotz dieser weitreichenden Zugeständnisse zögert Schlotterbeck weiterhin. Nach Informationen der WAZ will er sich nun mit seinem Vater Marc und seinem Bruder Keven, Profi beim FC Augsburg, zusammensetzen. Beide zählen zu seinem engsten Kreis an Vertrauenspersonen und sollen ihn bei der Abwägung unterstützen, ob seine Zukunft weiterhin in Dortmund oder bei einem anderen europäischen Topklub liegt.

FC Bayern weiterhin heiß auf BVB-Star Schlotterbeck?

Sportlich präsentiert sich Schlotterbeck zuletzt stabil und selbstbewusst. Nach dem Bundesliga-Sieg bei Union Berlin analysierte er offen die jüngsten Leistungen: „In Tottenham war es Kinderfußball, heute war es Erwachsenenfußball.“ Aussagen, die seinen Anspruch unterstreichen, dauerhaft auf höchstem Niveau zu agieren – auch international.

Genau hier setzen laut WAZ auch die Überlegungen im Hintergrund an. Ein möglicher Wechsel zum FC Barcelona soll innerhalb der Familie intensiv diskutiert werden. Auch der FC Bayern spielt trotz der anstehenden Verlängerung von Dayot Upamecano weiterhin eine Rolle, wenn auch keine zentrale.

Beim BVB hoffen die Verantwortlichen derweil weiter auf ein klares Bekenntnis. Geschäftsführer Lars Ricken machte zuletzt deutlich, welche Bedeutung eine Verlängerung hätte: „Er wäre nicht nur ein Transfer, es wäre eine Erzählung.“ Ob Schlotterbeck Teil dieser Erzählung bleibt, dürfte sich nach dem Familien-Gipfel abzeichnen.

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