„Schweigen ist Mittäterschaft“: BVB-Juwel schießt gegen US-Regierung

Nach einer emotionalen Instagram-Story sorgt BVB-Juwel Mathis Albert mit deutlicher Kritik an der US-Regierung und der Einwanderungsbehörde ICE für Aufmerksamkeit. Der 16-Jährige erhebt schwere Vorwürfe und richtet einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit.

Der erst 16 Jahre alte Mathis Albert, eines der vielversprechendsten Talente von Borussia Dortmund und seit der Rückrunde Teil der U23, hat mit einer politischen Instagram-Story für Aufmerksamkeit gesorgt. Der aus den USA stammende Offensivspieler äußerte sich in der Story deutlich kritisch zur US-Regierung. Auch die Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) nahm er dabei scharf ins Visier.

Auslöser seiner Wortmeldung seien die Ereignisse der vergangenen Woche gewesen, die gezeigt hätten, „wie bösartig diese Regierung und die ICE wirklich sind“. Albert wirft der Behörde unter anderem vor, selbst sehr junge Kinder in Gewahrsam genommen zu haben. Konkret spricht er von einem fünfjährigen Jungen, der in eine weit entfernte Einrichtung gebracht worden sei, sowie von einem zweijährigen Mädchen, das sich weiterhin in Haft befinde.

Besonders drastisch äußert sich der Nachwuchsspieler zu einem tödlichen Einsatz von ICE-Kräften. Dabei sei ein Mann von mehreren Beamten zu Boden gebracht und mehrfach angeschossen worden. Alberts Bewertung fällt eindeutig aus: „Es gibt kein Argument für Selbstverteidigung; es gibt keine Rechtfertigung..“ Für ihn gebe es keinerlei Rechtfertigung für das Vorgehen der Einsatzkräfte.

BVB-Juwel Mathis Albert erhebt schwere Vorwürfe gegen ICE

In seiner Story ordnet Albert den Vorfall zudem in einen größeren Zusammenhang ein. Er spricht vom zweiten Tötungsdelikt sowie der dritten Schießerei durch ICE innerhalb eines Monats und kritisiert, dass von staatlicher Seite keine ernsthaften Reformbemühungen erkennbar seien.

Zum Abschluss richtet der 16-Jährige einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit. „Schweigen ist Mittäterschaft“, schreibt Albert und fordert dazu auf, aufmerksam zu bleiben, Missstände offen anzusprechen und solche Vorgänge nicht zu akzeptieren. Was jetzt toleriert werde, setze den Maßstab für das, was künftig folgen könne.

Der Beitrag des BVB-Talents ist ausdrücklich als persönliche politische Stellungnahme zu verstehen. Konkrete Quellen oder überprüfbare Angaben zu Ort, Zeitpunkt und Hintergründen der genannten Vorfälle nennt Albert nicht. Seine Aussagen spiegeln damit seine subjektive Einschätzung und moralische Bewertung wider.

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