Nach Monaten der Spekulationen um seine Zukunft lässt Nico Schlotterbeck weiter offen, ob er seinen Vertrag beim BVB verlängert. Während Dortmund auf Klarheit drängt, wächst der Verdacht, dass der Nationalspieler auf noch größere Optionen wartet.
Die Zukunft von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund bleibt offen – und sorgt zunehmend für Diskussionen. Während der BVB auf eine baldige Entscheidung drängt, lässt der Innenverteidiger seinen Zeitplan bewusst vage. Genau das nährt den Eindruck einer Hinhaltetaktik.
Im Sky-Format Triple – der Hagedorn-Fußballtalk wurde zuletzt deutlich, wie sensibel das Thema intern wie extern bewertet wird. Ex-BVB-Keeper Roman Weidenfeller rechnet nicht mit allzu viel Geduld auf Vereinsseite: „Aber ich glaube nicht, dass der Verein ihm die Möglichkeit gibt, derart lang zu warten.“ Noch klarer formulierte es Fredi Bobic, der eine zeitnahe Entscheidung fordert: „Wenn du als Verein konsequent sein möchtest, sagst du ihm: Entscheide dich bitte vor der WM!“
Und weiter: „Der Sommer ist lang. Das Zeichen ist doch klar: Ich warte mal ab, ob noch etwas Größeres als Borussia Dortmund kommt.“ Fakt ist: Schlotterbecks Vertrag läuft noch bis Juni 2027, Gespräche über eine Verlängerung laufen seit Monaten. Der Nationalspieler bestätigte diese zwar, ließ aber keinerlei Tendenz erkennen.
BVB-Star Schlotterbeck lässt Zeitplan bewusst offen
Nach dem Auswärtssieg bei Union Berlin sagte er bei Sky: „Ich habe für mich irgendwann eine Deadline gesetzt, die werde ich aber nicht sagen.“ Gleichzeitig betonte er: „Trotzdem ist es eine schwere, keine leichte Entscheidung.“ Neben dem FC Liverpool gelten auch der FC Bayern München, der FC Barcelona und Real Madrid als mögliche Interessenten.
Schlotterbeck selbst hatte bereits angedeutet, dass ihn große Titel reizen – ein Punkt, der in Dortmund aktuell nicht leicht zu erfüllen ist. Für den BVB ist die Situation heikel. Lehnt der 26-Jährige eine Verlängerung ab, droht spätestens im kommenden Sommer Handlungsdruck, um noch eine angemessene Ablöse zu erzielen.
Die Dortmunder haben dem Abwehrchef finanziell längst die Tür geöffnet: Medienberichten zufolge liegt das Angebot inzwischen bei bis zu 14 Millionen Euro Jahresgehalt. Ob das reicht, um die Hinhaltetaktik zu beenden, ist offen. Klar ist nur: Je länger Schlotterbeck wartet, desto größer wird die Unruhe rund um seine Zukunft.

