Transfer geplatzt: BVB-Talent Kabar wechselt nicht zum HSV

Borussia Dortmund wollte Almugera Kabar im Winter zum Hamburger SV ziehen lassen, doch der Deal platzte auf der Zielgeraden.

Der angestrebte Winterwechsel von Almugera Kabar von Borussia Dortmund zum Hamburger SV ist überraschend gescheitert. Der Linksverteidiger sollte den BVB eigentlich per Leihe mit Kaufoption verlassen, Dortmund hätte sich zudem eine Rückkaufoption sichern wollen. Trotz weit fortgeschrittener Gespräche und einer grundsätzlichen Einigung kam der Deal am Ende laut übereinstimmenden Informationen von Sky und dem Hamburger Abendblatt nicht zustande.

Kabar hatte sich in der laufenden Saison eigentlich mehr Einsatzzeiten bei den Profis erhofft. Nach fünf Kurzeinsätzen in der Bundesliga in der Spielzeit 2024/25 sollte der deutsche Junioren-Nationalspieler näher an die erste Mannschaft heranrücken. Stattdessen fand er sich zuletzt nur selten im Bundesliga-Kader wieder und wartete seit Mitte September vergeblich auf eine neue Chance. Beim BVB II wusste der Linksverteidiger derweil durchaus zu überzeugen: In der Regionalliga West kam er in der laufenden Saison auf zehn Einsätze, erzielte vier Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Ein Tapetenwechsel schien daher für alle Seiten sinnvoll. Der HSV soll Kabar eine klare sportliche Perspektive aufgezeigt haben, zudem überzeugte ihn offenbar ein persönliches Gespräch mit Trainer Merlin Polzin. Am vergangenen Wochenende reiste der Spieler nach Hamburg und absolvierte den obligatorischen Medizincheck.

BVB-Talent Almugera Kabar wechselt nicht zum HSV

Am Samstagabend verfolgte der 19-Jährige sogar das Bundesliga-Spiel der Rothosen gegen den FC Bayern live im Volksparkstadion – ein deutliches Zeichen dafür, wie konkret der Wechsel bereits war. Nach den medizinischen Untersuchungen zogen die HSV-Verantwortlichen jedoch die Notbremse. Ausschlaggebend waren dem Vernehmen nach unterschiedliche Einschätzungen zum Fitnesszustand des Talents.

Insbesondere das Knie, das Kabar zuletzt bereits Probleme bereitet hatte, soll aus Hamburger Sicht noch nicht voll belastbar gewesen sein. Demnach kamen die Rothosen zu dem Schluss, dass der Linksverteidiger keine Soforthilfe darstellen würde und möglicherweise noch mehrere Wochen benötigen könnte, ehe er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

Teilweise ist sogar von einer möglichen Ausfallzeit bis in den März hinein die Rede. Der Transfer platzte daraufhin kurzfristig, Kabar reiste wieder ab. Sollte sich nicht noch eine schnelle Alternative ergeben, wird der Youngster nun vorerst in Dortmund bleiben. Sein Vertrag beim BVB läuft noch bis 2028.

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