„Wir wollen Meister werden“: Schlotterbeck erhöht den Druck auf Bayern

Nach dem knappen Sieg gegen Heidenheim meldet sich Borussia Dortmund im Meisterrennen zurück. BVB-Abwehrchef Nico Schlotterbeck richtet dabei eine selbstbewusste Kampfansage an den FC Bayern.

Borussia Dortmund meldet sich im Titelrennen der Bundesliga mit Nachdruck zurück. Durch den 3:2-Erfolg gegen Abstiegskandidat Heidenheim verkürzte der BVB den Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern München auf sechs Punkte. Begünstigt wurde das Comeback im Meisterkampf durch die jüngsten Patzer der Münchner, die zuletzt erstmals in dieser Saison zwei Ligaspiele in Folge ohne Sieg blieben.

Während die Fans noch den knappen Erfolg feierten, richtete Innenverteidiger Nico Schlotterbeck den Blick bereits nach vorne – und nach München. Der Dortmunder Abwehrchef formulierte bei DAZN eine selbstbewusste Ansage: „Man muss als BVB langsam auch mal den Anspruch haben, den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden.“

Für Schlotterbeck ist klar, dass es nicht reicht, nur auf Ausrutscher des Rekordmeisters zu hoffen – Dortmund will selbst angreifen. Besonders das direkte Duell Ende Februar sorgt intern für Zuversicht. Am 28. Februar gastieren die Bayern im Signal Iduna Park – ein Spiel, das im Titelrennen zum Wendepunkt werden könnte.

Meister-Glaube beim BVB: Schlotterbeck sendet Signal an Bayern

Schlotterbeck spielte bewusst auf die psychologische Komponente an und sagte: „Ich habe mal irgendwann gehört, dass sie kommen, wenn man sie kitzelt. Es sind sechs Punkte, und sie kommen zu uns.“ Gleichzeitig blieb der Nationalspieler realistisch. Der Sieg gegen Heidenheim sei keineswegs souverän gewesen. „Wir haben heute glücklich gewonnen, das ist aber auch egal“, stellte er nüchtern fest.

Entscheidend sei, weiter zu punkten und den Druck hochzuhalten – gerade jetzt, wo der Vorsprung der Bayern weiter geschrumpft ist. Dass in München die Nerven eine Rolle spielen könnten, deutete Schlotterbeck mit einem weiteren Seitenhieb an: „Vielleicht fangen sie an jetzt zu überlegen.“ Zweifel säen, Selbstvertrauen zeigen, präsent bleiben – das scheint die Dortmunder Marschroute zu sein.

Nach der Winterpause ist der Rückstand bereits deutlich kleiner geworden, der Trend spricht für den BVB. Dortmund glaubt wieder an sich – und sendet mit Schlotterbecks Worten ein unmissverständliches Signal: Der Meisterkampf ist noch nicht entschieden.

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